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Vertragsabschluss für Langenpreising: Bürgermeister Peter Deimel (r.) und Helmut Kiening von der Telekom.

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Ausblick auf die Zukunft: 200 Megabit aus dem Kupferkabel

Langenpreising – 191 weitere Langenpreisinger Haushalte erhalten ab Herbst 2017 Anschluss an die Datenautobahn. Dazu hat Bürgermeister Peter Deimel den Vertrag mit der Deutschen Telekom, die die Ausschreibung gewonnen hatte, unterzeichnet. Die Investitionssumme gab Helmut Kiening vom Vertrieb des Konzerns mit etwas mehr als 294 000 Euro an.

Die Gemeinde Langenpreising erhält mit 80 Prozent die höchstmögliche Förderung. Wie viel Geld die Gemeinde letztlich in die Hand nehmen muss, stand bei Vertragsunterzeichnung noch nicht ganz fest, es werden aber nach Schätzung der Verwaltung etwa 50 000 Euro sein.

Technisch sieht es so aus, dass in der Rosenau, in Weipersdorf, in Zustorf und in Hinterholzhausen neue Verteilerkästen installiert werden, wo das Signal der Glasfaserleitung auf die Kupferkabel umgesetzt wird. Für Deimel ist die Breitbandversorgung inzwischen so wichtig wie die Stromversorgung. Er gehe sogar davon aus, dass die Satellitenschüsseln auf den Häusern langfristig verschwinden werden, weil auch das Fernsehen über das Glasfaserkabel kommen wird, meinte er.

Kiening widersprach dem nicht und gab einen Ausblick auf die aktuellen technischen Möglichkeiten: So werde mit dem Kupferkabel über einen technischen Kniff eine Bandbreite von 200 Megabit erreicht, es werde auch schon mit 250 Megabit experimentiert. Darum gebe es aktuell auch noch keinen Anlass, die Kupferkabel zu ersetzen.

Im aktuellen Ausbau werden 5000 Meter Kabel verlegt, die nicht unter versiegelten Flächen verlaufen, weitere 190 Meter verlaufen im so genannten versiegelten Ausbau.

Für Langenpreising ist das aber noch nicht das Ende des Breitbandausbaus. „Wir haben noch Gelder übrig, um auch die letzten weißen Flecken anzuschließen“, erklärte der Bürgermeister. Diese „übrigen“ Gelder betreffen Zuschussprogramme, die für die Gemeinde noch nicht ganz ausgeschöpft sind. Kiening pflichtete bei: „Das sind schöne Fördertöpfe.“ Gut möglich also, dass sich Gemeinde und Telekom ein weiteres Mal in der VG zu einer Vertragsunterzeichnung treffen.

Welche Haushalte dann profitieren, muss erst in einem weiteren Ausschreibungsverfahren festgelegt werden. Diese komplizierten Verfahren werden den Beteiligten übrigens von Brüssel diktiert. Dass es noch etliche weiße Flecken gibt, wusste auch Kiening: „Es gibt immer noch Leute, bei denen hakt es sogar beim Online-Banking.“

Dass die Welt immer digitaler wird, konnte Maximilian Sertl, Verwaltungsleiter in Wartenberg, bestätigen: „Es dauert nicht mehr lange, dann gehen bei uns auch Gewerbeanmeldungen online“, kündigte er an. Kernvoraussetzung dafür ist die digitale Signatur, die auf den neuen Personalausweisen verfügbar ist. Bekanntlich hatte die Gemeindeverwaltung erst vor einigen Wochen eine neue Computeranlage bekommen.  

Klaus Kuhn

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