Protest aus Zustorf

Autobahnraststätte "Isartal" wird umgeplant

Zustorf - Die Zustorfer blicken mit Sorge auf die nebenan geplante Tank- und Rastanlage „Isartal“. Die Autobahndirektion trägt den Bedenken nun ein Stück weit Rechnung.

Die geplante Tank- und Rastanlage „Isartal“ an der A92 wird noch einmal gründlich umgeplant: Die vor allem im Langenpreisiger Ortsteil Zustorf so massiv kritisierten Auffahrtrampen werden von der Wohnbebauung weg verschoben. Das teilt Josef Seebacher, Pressesprecher der Autobahndirektion Südbayern, auf Nachfrage mit.

Die Zustorfer befürchten eine drastische Zunahme des Lärms von der Autobahn her, weil sich Lastwagen die Rampen hinaufquälen. Das wurde von den Planern immer wieder bestritten.

Die Tank- und Rastanlage wird auf Höhe Zustorf nordwestlich der A 92, also in Fahrtrichtung München, angelegt. Die Fahrzeuge aus der Gegenrichtung erreichen Tankstelle, Gastronomie und Parkplätze über eine eigene Ausfahrt mit einer Brücke über die Autobahn. 112 Lkw-Stellplätze sind hier geplant, 110 für Pkw und weitere fünf für Busse. Der Flächenbedarf entspricht nach den vorliegenden Unterlagen etwa dem für den Autobahnzubringer bei Langenpreising.

„Grundsätzliche Änderungen sind nicht möglich“, erklärt der Sprecher der Autobahndirektion. Auch das Für und Wider des geplanten Standortes sei hinlänglich intensiv diskutiert worden, und an dem grundsätzlichen Problem, dass gerade an der A 92 Lkw-Stellplätze fehlen, habe sich nichts geändert. Seebacher macht aber deutlich, dass die Behörde mit der jetzt vorgenommenen Planänderung einen großen Schritt auf die Zustorfer zu mache. Sie sei ein Ergebnis der Anhörung im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens.

Nun müsse eine Tektur zum Plan erarbeitet und bei der Regierung von Oberbayern vorgelegt werden. Die Änderung ist laut Seebacher so gravierend, dass eine erneute öffentliche Auslegung der Planunterlagen erforderlich werde. „Wir haben jetzt möglicherweise neue Betroffenheiten“, erläutert der Sprecher. Zu dem Zeitplan, der mit dieser Änderung auch durcheinanderkommen dürfte, sagt er erst einmal nichts.

Wie berichtet, hatten die Planer und die Autobahndirektion gehofft, dass die Tank- und Rastanlage in Betrieb gehen kann, wenn die B15 neu bei Landshut an die Autobahn angeschlossen ist, weil dann mit mehr Schwerverkehr gerechnet werden müsse. Langenpreising hat 2014 auf Beschluss des Gemeinderats eine Anwaltskanzlei mit der Wahrung seiner Interessen beauftragt.

Klaus Kuhn

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