Nicht die Bank, sondern die Gemeinde macht den Weg frei: Die Verlegung der Liegewiese am Baisch-Weiher hat den Nebeneffekt, dass dieser inzwischen wenig ansehnliche Gebäudekomplex wohl doch durch einen Neubau ersetzt wird.
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Nicht die Bank, sondern die Gemeinde macht den Weg frei: Die Verlegung der Liegewiese am Baisch-Weiher hat den Nebeneffekt, dass dieser inzwischen wenig ansehnliche Gebäudekomplex wohl doch durch einen Neubau ersetzt wird.

Bürgermeister Straßer über Verlegung der Liegewiese – Bald Thema im Gemeinderat

Baisch-Weiher: „Grundkonzept ist gut“

Von wegen langweilige Sommerferien: Mit Baisch-Weiher und VR-Bank-Areal sowie dem neuen Wertstoffhof gibt es in Langenpreising derzeit einiges zu planen.

Langenpreising – Groß Ferien machen ist nicht für Langenpreisings Bürgermeister Josef Straßer. In diesen Wochen gibt es eine Reihe von Baustellen, die gleichzeitig laufen oder anlaufen. Eben erst sind Gutachten eingetroffen und Besprechungen mit Architekten gelaufen. Mit das spannendste Thema neben dem Wertstoffhof: Die Umgestaltung am Baisch-Weiher ist Straßer zufolge so weit, dass man damit bald in den Gemeinderat gehen kann.

Der Gemeindechef findet: „Das Grundkonzept ist gut. Das geht hier noch ein bisschen hin und da noch ein bisschen her, aber dann passt das.“ Viel Vorbereitungsarbeit also für das Gremium, das für die Umgestaltung auch Landesmittel aus der Dorferneuerung haben und gleich mehrere Probleme gleichzeitig angehen möchte.

Wie berichtet, soll die Liegewiese etwas von dem naturschutzrechtlich betroffenen Teil des Gewässers weg verlegt werden. Städtebaulich ist der Nebeneffekt dieser Verlegung aber auch wichtig, wird doch damit die Voraussetzung dafür geschaffen, dass die Raiffeisen-Bank mit ihrem Neubau vorankommt. Bekanntlich hatte die Bank ihr Vorhaben erst mal auf Eis gelegt, obwohl Planer Franz Pezold mit einem ziemlich radikalen Schritt die Einhaltung der Lärmgrenzwerte in den Wohnungen dargestellt hatte: Die Fenster zum Weiher hin sollten nicht zu öffnen sein. Zumindest normalerweise nicht, zum Putzen schon. Das war wohl doch etwas zu hart, die Bank ruderte erst mal zurück, fürchtete um die Vermietbarkeit solcher Wohnungen.

Jetzt also kommt die Verlegung der Lärmquelle, und mit ihr auch eine Reihe anderer Verbesserungen, an deren Ende vielleicht auch die Lösung des leidigen Themas sanitäre Anlagen steht.

Eine Arbeitsgruppe hatte sich vor dem Hintergrund der Dorferneuerung vor Jahren schon an dem Thema abgearbeitet, ohne dass irgendetwas Konkretes dabei herausgekommen wäre – sieht man mal davon ab, dass zur Verbesserung der Sicherheit einige Büsche zurückgeschnitten worden sind.

Die zweite große Baustelle in den Ferien ist der neue Wertstoffhof an der Deutlmooser Straße: Endlich können die Ausschreibungen rausgehen. Wie Bürgermeister Straßer berichtet, liegen die letzten Gutachten vor, die sich mit dem verschmutzten Wasser befassen, das aus einer solchen Anlage austreten kann. Das hatte, wie berichtet, überraschend doch noch zu einigen Verzögerungen geführt.

Die Gemeinde baut den Wertstoffhof, macht die Ausschreibungen und die Abwicklung der Baustelle, und der Landkreis übernimmt über seinen Etat die Kosten für die Müllbeseitigung.

Langenpreising sei jetzt dran in der Reihenfolge, hatte Straßer schon vor Monaten gesagt, aber da war die Forderung nach diesen weiteren Gutachten noch nicht da. Jetzt, so der Gemeindechef, habe das Bauamt den Auftrag, die Ausschreibungen zu verschicken.

Klaus Kuhn

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