Vdk Langenpreising

Barrierefrei zur Bürgerversammlung

Langenpreising – Der VdK Langenpreising macht sich für Behinderte stark. Die ganze Gemeinde solle barrierefrei werden, fordert der Vorsitzende. Der Sitzungssaal und die beiden großen Wirtshäuser seien aber schwer zugänglich.

Wenn am 3. November die Bürgerversammlung stattfindet, werde manche Langenpreisinger kaum daran teilnehmen können. Darauf weist der Sozialverband VdK hin. Beide Gaststätten, die groß genug sind, um eine Bürgerversammlung abzuhalten, seien nicht barrierefrei zugänglich, erklärte Vorsitzender Adolf Neidhart nach der Hauptversammlung.

Der VdK habe es aber nicht bei der simplen Feststellung dieses unbefriedigenden Zustands belassen, sagte Neidhart, sondern sei in Gespräche mit den Wirten eingestiegen. So habe es beim Oberwirt bereits die Zusage gegeben, eine Lösung zu suchen. „Mit der Familie Lintsche müssen wir noch reden“, so Neidhart weiter.

Dass es für Menschen mit Gehbehinderung völlig unmöglich ist, öffentliche Sitzungen des Gemeinderats zu besuchen, weil der Sitzungssaal oben im Feuerwehrhaus nur über eine lange Treppe erreichbar ist, hatte der VdK schon vor längerer Zeit moniert. Neidhart legte jetzt nach: „Wir brauchen einfach einen barrierefrei zugänglichen Sitzungssaal.“ Überlegungen dafür gibt es auch in der Kommune, nämlich in dem noch zu schaffenden Dorfgemeinschaftshaus auf dem Unterwirtsgrundstück.

Der Ortsverband hatte sich an der landesweiten VdK-Aktion „Weg mit den Barrieren“ beteiligt und kann Erfolge vorweisen. Laut Neidhart wird Gemeinderat Franz Neumüller das Thema „Sitzgelegenheiten in Buswartehäuschen“ auf die Tagesordnung des Gremiums bringen. Bisher habe die Kommune aus Sorge vor Vandalismus darauf verzichtet. „Das kann doch nicht sein. Wir haben soundso viele ältere Mitbürger, die auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind“, monierte Neidhart.

Er freue sich über die Zusage, dass ab Dezember barrierefreie Busse eingesetzt werden. Die Fahrpläne sind für Menschen mit Sehschwächen zu klein gedruckt. Auch das werde mit dem Fahrplanwechsel abgestellt, die Zusage liege vor. „Unser Ziel ist eine barrierefreie Gemeinde, damit Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen und Senioren uneingeschränkt am öffentlichen Leben teilhaben können“, sagte der VdK-Vorsitzende.

Klaus Kuhn

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