Neuer Antrag für Angermaier-Grund 

Bauen am Kreisel: „Dass endlich a Ruh is!“

Langenpreising/Wartenberg – Die Bürgermeister haben eine erste Einigung zur Bebauung des Angermaier-Grunds am Kreisverkehr vor Wartenberg erzielt.

Tiefe Gräben hatten sich ab 2012 beim Thema Bebauung am Kreisverkehr zwischen den Nachbargemeinden Wartenberg und Langenpreising aufgetan. Vor allem der ursprüngliche Plan des Eigners, dort einen Edeka anzusiedeln, stieß den Wartenbergern auf. Letztlich musste das Verwaltungsgericht klären.

Der Supermarkt durfte nicht gebaut werden, die Fläche auf Langenpreisinger Flur liegt seitdem brach. Beim neuen Anlauf des Landwirts Alois Angermaier, dort etwas zu errichten, setzt die Kommunalpolitik auf Diplomatie statt auf Konfrontation. Beide Bürgermeister-Trios kamen im Wartenberger Rathaus zusammen und haben die neue Lage beraten – nach Informationen unserer Zeitung mit Erfolg.

Unter Berufung auf Teilnehmer hieß es im Rathaus, die sechs Bürgermeister hätten sich weitgehend geeinigt. Diese Übereinkunft betrifft auch den Umgang mit dem sogenannten Anbindungsgebot, also der rechtlichen Vorgabe, dass neue Bebauung im Zusammenhang mit dem Ort stehen soll. Das war 2013 eines der Argumente fürs Verwaltungsgericht, den Edeka abzulehnen. Nun geht es um einen Beherbergungsbetrieb.

Auch das weitere Vorgehen steht fest: Die beiden Gemeinderatsgremien werden die Vorlage erst einmal nichtöffentlich vorberaten, bevor gewissermaßen in einer weiteren Lesung das Thema öffentlich gemacht wird. Mehr ist noch nicht bekannt, einer der Bürgermeister soll bei dem Treffen aber gesagt haben: „Dass endlich a Ruh is!“

Es muss ein Bauleitverfahren durchgeführt werden. Einen Bebauungsplan gibt es noch nicht. Wohl aber ist dieser Bereich vom Flächennutzungsplan der Gemeinde Langenpreising erfasst.

Vom Tisch ist dagegen, dass auf dem Gelände eine Werkstatt für das Haus Wartenberg entstehen soll. Der Leiter des Therapiezentrums für Suchtkranke, Winfried Gehensel, bestätigte auf Nachfrage, dass darüber ernsthaft nachgedacht worden sei. „Wir bekommen ja mehr Leute in die Einrichtung, und dann brauchen wir auch mehr Werkstatt“, erklärte er auf Nachfrage. Weil das aber vom Bezirk Oberbayern als Kostenträger nicht befürwortet worden sei, habe man sich von dieser Idee wieder verabschiedet.

Klaus Kuhn

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