Auf dieser Fläche entsteht bald zusätzlicher Wohnraum.
+
Auf dieser Fläche entsteht bald zusätzlicher Wohnraum.

St.-Martin-Straße: Gemeinde Langenpreising ändert knapp 60 Jahre alten Bebauungsplan

Bauwunsch für das letzte freie Eck

Die Gemeinde Langenpreising fasst einen weiteren alten Bebauungsplan an und versucht eine schonende Nachverdichtung im Innenraum. Anlass ist – wie aktuell am Höhenring in Wartenberg – ein Bauwunsch, und zwar in der letzten noch freien Ecke des Gebiets an der St.-Martin-Straße.

VON KLAUS KUHN

Langenpreising – Das Vorhaben lässt sich aber nur bei einer Änderung des Bebauungsplans realisieren, und so fasste der Rat einstimmig den Aufstellungsbeschluss. Planer ist Franz Pezold, der das Thema behutsam angeht und den Gebietscharakter erhalten will, auch wenn der Bebauungsplan von 1964 mit Grundstücksgrößen von bis zu 1000 Quadratmetern im Grunde viel Luft nach oben gelassen hätte. Leicht die Dachneigung erhöhen, etwas die Traufwandhöhe nach oben schrauben, Stellplatzverordnung in der aktuellen Form anwenden – und das war’s auch schon.

Der Rat war angetan, es gab nur wenige Detailfragen: So ist ein Kfz-Betrieb in der Nähe, was die Frage nach dem Lärmschutz aufwarf. Antwort Pezolds: Der einzige Neubau, der entstehen könne, liege an einem Eck, das am weitesten von diesem Betrieb entfernt liege. Darum sei das kein Thema. „Sonst“, gab er zu, „hätten wir das untersuchen müssen“. Das Gebiet sei ein reines Wohngebiet mit entsprechend niedrigen Immissionsgrenzen, was Lärm angeht. Das werde auch so bleiben, denn: „Sonst nehme ich den anderen ja was weg“, sagte Pezold.

Die Anregung, weitere Grundstücke im Norden in den Planumgriff zu nehmen, scheiterte an einer anderen Überlegung: Dann müsste die Gemeinde die Planungskosten tragen. Mit dem vorliegenden engen Bereich, der gerade mal die Nachbarschaft des Bauherrn einschließt, aber übernimmt dieser die Kosten , weil er die Planung veranlasst.

Der Rat billigte die Planfassung einstimmig und benannte das Gebiet in „St.-Martin-Straße“ um. Pezold ergänzte im Gespräch mit der Heimatzeitung, dass der Bebauungsplan im vereinfachten Verfahren geändert werden könne, was nicht nur eine ganze Behördenrunde und damit Zeit, sondern dem Bauherrn auch Geld spare.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kroatien-Urlaub zu Corona-Zeiten: Familie aus Bayern erhält Hassbrief - der Inhalt macht betroffen
Kroatien-Urlaub zu Corona-Zeiten: Familie aus Bayern erhält Hassbrief - der Inhalt macht betroffen
Lehrerin an Gymnasium mit Corona infiziert
Lehrerin an Gymnasium mit Corona infiziert
Krach um einen Straßenmusiker
Krach um einen Straßenmusiker
Flughafen München: „Wie das gehen soll?“ - Passagier verwundert über Schild - Airport reagiert
Flughafen München: „Wie das gehen soll?“ - Passagier verwundert über Schild - Airport reagiert

Kommentare