Alles Handarbeit: Richard Furch restauriert im Langenpreisinger Bauhof die Figur „Begleitung“, die normalerweise gegenüber der Schule steht und dort auch wieder hinkommt. Unter anderem montiert er neue Füße.
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Alles Handarbeit: Richard Furch restauriert im Langenpreisinger Bauhof die Figur „Begleitung“, die normalerweise gegenüber der Schule steht und dort auch wieder hinkommt. Unter anderem montiert er neue Füße.

Richard Furch bessert Schäden an der Holzskulptur von Genoveva Winkler aus

„Begleitung“ schwer ramponiert

Die „Begleitung“ soll bald wieder an ihrem Platz stehen. Die Restaurierungsarbeiten gehen zügig voran.

Langenpreising – Es ist weit mehr Arbeit, als alle das bisher vermutet haben: Die Holzfigur mit dem Titel „Begleitung“ in Esche von Künstlerin Genoveva Winkler aus Forstinning aus dem ersten Holzbildhauersymposium in Wartenberg im Jahr 2013 ist dermaßen stark verwittert und verfault, dass der Sockel fast hüfthoch abgeschnitten werden musste. Richard Furch, Holzbildhauer aus Langenpreising, restauriert ehrenamtlich für die Gemeinde diese Figur und hofft nun, dass sie am Ende der Woche wieder aufgestellt werden kann.

Sie wird sich dann deutlich verändert haben: Die Skulptur ist etwas kleiner, weil der neue Sockel niedriger ist. An der Figur sind noch faule Stellen zu erkennen, die nach Furchs Worten aber zu tolerieren seien. Schon vor Wochen hatte er nämlich die Figur gegen weiteren Pilzbefall behandelt. Und die Kinder in dieser Skulptur haben neue Füße, allerdings aus demselben Holz.

„Das darf man ruhig sehen, dass die Figur überarbeitet worden ist. Man sollte das auch sehen“, sagt Furch, während er die neuen Füße mit Zweikomponentenkleber befestigt. Die Patina der ursprünglichen Figur wird er an den neuen Teilen nicht wieder originalgetreu herstellen können.

Bürgermeister Josef Straßer hatte schon bei einer früheren Gelegenheit das Engagement des Künstlers gewürdigt. Jetzt hat er sogar veranlasst, dass Furch für die Dauer der Arbeiten einen Schlüssel zum Bauhofgelände bekommen hat. Dort liegt nämlich die Figur auf einer schräg gestellten Palette, damit Furch daran arbeiten kann. Der Künstler ist eben auch zu Zeiten zugange, wo niemand im Bauhof ist. Furch dankte beim Besuch der Heimatzeitung den Bauhof-Mitarbeitern für die immer wieder geleistete Unterstützung.

Künstlerin Winkler sieht die Restaurierungsbemühungen positiv. Sie habe sich daran gewöhnt, dass ihre Arbeiten nicht für die Ewigkeit seien, hatte sie einmal gesagt. Tatsächlich steht Furch in Kontakt zu Winkler, die ihr Werk einmal interpretiert hatte als eine Sichtbarmachung der Liebe zu Kindern. Darum hat die Figur auch ihren Platz gegenüber der Schule gefunden. Dort ist inzwischen auch vom Bauhof ein richtiger Sockel gegossen worden, damit das Wasser ablaufen kann. Die abgetrennten, verwitterten Füße hat Furch aufgehoben, um zu dokumentieren, wie es vor der Sanierung war.

Klaus Kuhn

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