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Artenreich sind die Blühflächen mit Sonnenblumen am Rand eines Maisfeldes: Max Danner freut sich über diese Vorzeigefläche.

Blühflächen in Langenpreising 

Besondere Bienenweiden

Langenpreising - In Langenpreising gibt es ganz besondere Blühflächen auf Gemeindegrund. Die Idee für diese Bienenweiden hatte Max Danner.

Max Danner gibt sich bescheiden: „Es ist ein Anfang, aber der ist gut.“ So fasst der Langenpreisinger Gemeinderat (FW) die Erfahrungen mit den von ihm angeregten Blühflächen zusammen. Wie berichtet, hatte er im Rahmen der kommunalen Etatberatungen mit seinem Antrag, 1000 Euro für diese Zwecke einzustellen, offene Türen eingerannt. Bürgermeister Peter Deimel erklärte später, dass mit dem Geld einige schöne Flächen angelegt worden seien.

In der Tat: Es brummt und summt an diesen Flächen, die erfreulich weit über das ganze Gemeindegebiet verteilt sind. Allerdings summt und brummt es unterschiedlich intensiv. Das hat mit den Saatmischungen zu tun, erklärt Danner: „Manchmal sind Mischungen verwendet worden, die einfach nicht so gut geeignet sind“, findet er.

Die „Vorzeigefläche“ hat Franz Heilmeier angelegt, sagt Danner und zeigt auf einen Maisacker zwischen der Staatsstraße und Mittlerem Isarkanal. Am Bach entlang hat Heilmeier eine große Blühfläche erschaffen, die alles bietet, was Danner sich vorgestellt hat. „Ganz wichtig: Es ist keine Straße in der Nähe. Außerdem ist hier die richtige Mischung verwendet worden.“ Tatsächlich sind die Blumen schon optisch ein Genuss, so bunt wie sie blühen.

Der Freistaat hat ein Förderprogramm für solche Blühstreifen entlang von Gewässern aufgelegt, die Landwirte in Anspruch nehmen können. Das sollte die Entscheidung erleichtern, sagt Danner.

Albert Deutinger hat im Bereich Deutlmoos Saatmischungen ausgebracht, allerdings nicht mit so großem Erfolg. Auch Danner kann sich das nicht so recht erklären. „Die Fläche ist etwas verunkrautet. Und dann ist deutlich zu erkennen, dass der Druck von Neophyten gewaltig ist.“ Tatsächlich hat sich das Indische Springkraut stark ausgebreitet. „Da muss man dran, das muss raus“, sagt Danner. An einer von ihm selbst im Bereich Deutlmoos angelegten Fläche zieht er die Augenbrauen hoch: Die Aufforderung, an die Neophyten zu gehen, muss er hier auch auf sich selbst beziehen. Das violette „Sauzeug“, wie es Danner nennt, ist auch hier zu sehen. Seine Entfernung macht Arbeit: „Das geht nur händisch.“ Aber grundsätzlich ist er stolz auf seine Blühfläche, denn: „Das ist eine Samenmischung, die habe ich selbst zusammengestellt.“

Die ersten Erfolge machen Danner Mut. Er will im Rahmen der Haushaltsberatungen für 2018 eine Verdoppelung des Betrages auf 2000 Euro beantragen. „Wir müssen hier einfach mehr machen für die Natur“, sagt der Gemeinderat und Jäger. (Klaus Kuhn)

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