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Langenpreising: Grüne küren Toni Wollschläger zum Bürgermeisterkandidaten

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Für grüne Politik im Langenpreisinger Gemeinderat setzen sich ein (vorne, v. l.): Monika Althammer, Michael Brandt, Bürgermeister-Kandidat Toni Wollschläger und Bernhard Lanzinger; (hinten, v. l.) Gertraud Steiner, die Kreissprecher Helga Stiglmeier und Christoph Sticha, Sabine Dahlberg, Michael Ehren, Daniela Buckenmaier, Lena Heilmeier, Robert Buckenmaier und Andreas Bergmeier.
Für grüne Politik im Langenpreisinger Gemeinderat setzen sich ein (vorne, v. l.): Monika Althammer, Michael Brandt, Bürgermeister-Kandidat Toni Wollschläger und Bernhard Lanzinger; (hinten, v. l.) Gertraud Steiner, die Kreissprecher Helga Stiglmeier und Christoph Sticha, Sabine Dahlberg, Michael Ehren, Daniela Buckenmaier, Lena Heilmeier, Robert Buckenmaier und Andreas Bergmeier. © Foto: Roland Albrecht

Toni Wollschläger macht‘s also doch:  Der 58-jährige Biobauer will Bürgermeister von Langenpreising werden. Er tritt für die offene grüne Bürgerliste an.

Wollschläger ist nach Josef Straßer (Freie Wähler) und Leo Melerowitz (CSU) der dritte Bewerber um die Nachfolge von Peter Deimel. Zunächst sei ein anderer Kandidat der grünen Liste, die sich erst vor wenigen Monaten gebildet hatte, im Gespräch gewesen, erklärte Wollschläger. Dieser habe aber aus familiären Gründen abgesagt.

Wollschläger ist in der Pottenau aufgewachsen und bewirtschaftet dort den elterlichen Hof. Außerdem hat er in Rudlfing (Kreis Freising) einen Betrieb und seinen Hauptwohnsitz (wir berichteten). In Freising engagiert er sich schon lange in der Kommunalpolitik und gehört dort dem Kreistag an.

Ein Kernthema ist für den 58-Jährigen die Transparenz der Prozesse und „kommunale Demokratie“. Für seinen Geschmack wird viel zu viel hinter verschlossenen Türen verhandelt und entschieden, was schon von Rechts wegen in die öffentliche Sitzung gehört. Ein Beispiel ist für ihn das umstrittene DHL-Logistikzentrum in der Pottenau, bei dem er sogar die Kommunalaufsicht auf seiner Seite sieht. Was Wollschläger in Langenpreising vermisst, ist „der rote Faden“ und ein „Konsens, wo die Leute mitmachen“. Es könne nicht sein, dass immer dann, wenn ein Investor anklopfe, irgendwas zubetoniert werde.

Zehn Wahlberechtigte waren am Montag zusammengekommen, dazu etliche Interessierte. Vorbereitet hatte die Aufstellungsversammlung der Grünen-Kreisvorstand. Helga Stieglmeier und Christoph Sticha unterstützten die neue Liste mit dem holprigen Namen „Bündnis 90/Die Grünen und offene Bürgerliste Langenpreising“ bei der Überwindung verfahrenstechnischer Hürden.

Wollschläger kandidiert auch auf Listenplatz eins, gefolgt von Michael Brandt (58). Der Bankkaufmann hatte sich vor allem beim Thema Dorfladen einen Namen gemacht. Auf Platz drei kommt Vertriebsleiterin Monika Althammer (52), die berichtete, vor allem wegen des DHL-Themas zur Liste gestoßen zu sein. Das Trio wurde einzeln geheim und jeweils einstimmig gewählt.

Für die Plätze 4 bis 14 gab es eine Blockwahl. Der Vorschlag mit Bernhard Lanzinger, Lena Heilmeir, Robert Buckenmaier, Sabine Dahlberg, Michael Ehren, Gertraud Steiner, Andreas Bergmaier, Daniela Buckenmaier, Klaus Laube, Sara Sandner und Christoph Ehren ging in dieser Reihenfolge ebenfalls einstimmig durch. Ersatzkandidaten sind Tilde Kaufmann, Andreas Heilmeier und Hannah Maier. Jeder Listenplatz ist doppelt besetzt. Stieglmeier machte allerdings auf die Gefahr aufmerksam, dass Stimmzettel ungültig werden könnten, wenn Wähler nicht genau aufpassen und bei einem Kandidaten zweimal drei Stimmen häufeln. Das gelte übrigens für alle Listen, die Plätze mehrfach besetzen. (KLAUS KUHN)

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