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Noch herrscht Chaos: Langenpreisings Schulleiter Martin Brandlmaier in seinem Büro in der Behelfsschule.

Grundschule Langenpreising

Das „Chaos“ nimmt Gestalt an

Langenpreising – Der Umzug der Langenpreisinger Grundschule ist in vollem Gange. Ein Besuch auf der Baustelle.

Martin Brandlmaier trägt es mit Fassung: „Wir leben im Chaos, aber es wächst und gedeiht.“ Damit meint Langenpreisings Schulleiter durchaus auch das Chaos, das derzeit in der Tat in „seiner“ Schule herrscht, weil diese umzieht. Das alte Schulhaus wird bekanntlich abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.

Heute will eine Möbelfirma die Klassenzimmer leer räumen, während die Abbruchfirma bereits die ersten Arbeiten tätigt: Fußbodenleisten sind schon teilweise herausgerissen. Am gestrigen Dienstag rückte eine Spezialfirma aus dem Westerwald an, um die Schultafeln im alten Schulgebäude ab- und im Sportheim wieder aufzubauen. Gleichzeitig wurden die fast neuen Außentüren, die zu den ebenso neuen Feuertreppen führen, ausgebaut. Die Firma Reitmaier aus Langenpreising hängt in diesen Tagen die Lampen ab und im Übergangsschulhaus wieder auf.

Das Lehrerzimmer sieht noch aus wie nach einer Zwangsräumung, aber immerhin sind schon die ersten Teile der Küche da. An der Tür hängt das Schild: „Sauna – Bitte Schuhe ausziehen.“ Der Schulleiter selbst haust zwischen Umzugskartons und Schränken, die darauf warten, eingeräumt zu werden. Das Sekretariat besteht aus einem kleinen runden Tisch – ohne Stuhl, dafür aber voller Akten. Seit Montag funktioniert immerhin das Telefon: Die Rufumleitung ist geschaltet, und zwar auf das Handy des Rektors. Internet-Anschluss ist derzeit noch nicht zu bekommen, was bei Zweitem Bürgermeister Josef Straßer, der gestern auf der Baustelle im Sportheim war, nur Kopfschütteln hervorrief. „Die Telekom, das ist schon extrem“, grummelt er.

Dafür hat eine Sache doch noch funktioniert: Der Bus konnte so umgeplant werden, dass es keine Schwierigkeiten mehr gibt. Wie berichtet, hatte es lange nicht so gut ausgesehen, weil die Bus-Umlaufpläne so eng gestrickt sind, dass eine Extratour die Deutlmooser Straße zum Sportheim entlang als nicht realisierbar erschien. Straßer zeigte sich zufrieden mit der gefundenen Lösung. „Erst vor ein paar Tagen sind wir noch mal zusammengesessen“, erzählt er.

Äußerst zufrieden ist er auch mit dem Ablauf der Arbeiten: „Das hat alles super geklappt“, freut er sich und berichtet weiter, wo die Gemeinde sparen kann bei dieser Übergangslösung für die Bauzeit der neuen Schule: Nicht nur die Lampen, sondern auch die teuren Feuerabschlusstüren, die Vorhänge samt Schienen und etliche weitere Türen sind teilweise sogar schon wieder montiert. Der Umbau des Sportheims sei gelungen, kommentiert Brandlmaier. Die Schulräume seien zwar etwas kleiner als im jetzigen Gebäude, aber man könne dort sehr gut unterrichten.

Im alten Schulhaus dagegen steht noch eine Menge Arbeit an. „Einlagern“ steht auf unendlich vielen Teilen, wie etwa der Gedenktafel für Martin Deutinger, die erst noch vorsichtig aus der Wand herausgebrochen werden muss. Ein Damoklesschwert hängt aber über dem Zeitplan: Wenn sich herausstellen sollte, dass der Außenputz abgeschlagen und gesondert entsorgt werden muss, drohen Verzögerungen. Straßer und ein Sprecher der Abbruchfirma berichten übereinstimmend, dass sich das in den nächsten Tagen herausstellen werde.

Klaus Kuhn

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