Kopfbild von Peter Reisinger von Deutsche Glasfaser.
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Peter Reisinger Der Regionalleiter stellte die Deutsche Glasfaser vor.

Unternehmen stellt sich im Gemeinderat vor

Deutsche Glasfaser in Langenpreising?

Kommt die Deutsche Glasfaser jetzt auch nach Langenpreising? Das Unternehmen hat sich im Gemeinderat vorgestellt.

Langenpreising – Nach Berglern könnte jetzt auch in Langenpreising die Deutsche Glasfaser (DG) zum Zug kommen und ein eigenes Glasfasernetz aufbauen. Peter Reisinger, Regionalleiter Bayern des Unternehmens, stellte nun im Gemeinderat das Projekt vor.

Die Langenpreisinger und Zustorfer – für die weiteren Ortsteile rechnet es sich laut Reisinger vorerst nicht – haben jetzt noch eine Menge Zeit, sich das zu überlegen. Reisinger nämlich sagte zum Zeitplan, dass die Kampagne zur Nachfragebündelung im Januar des kommenden Jahres anlaufen könne und im April abgeschlossen sein solle, damit nach zwei weiteren Monaten Planungszeit ein halbes Jahr lang gebaut werden könne.

Nachfragebündelung heißt, dass 40 Prozent der Haushalte zusammenkommen sollten, damit sich der eigenwirtschaftliche Ausbau in Langenpreising für das Unternehmen rechnet. Das war auch in Berglern der Knackpunkt, und es bedurfte großer Anstrengungen, diese 40 Prozent zu erreichen.

Informationsveranstaltungen sollen angeboten werden, man will auch das eine oder andere Fest sponsern, so der Regionalleiter weiter. Er sprach auch offen an, dass das Unternehmen einen Zeitdruck habe: Die Verträge, die es abschließe, hätten eine Bindung von 24 Monaten. Dann sollte der High-Speed-Anschluss am Netz sein. Bürgermeister Josef Straßer deutete an, dass das ganze Thema noch auf seinen Vorgänger Peter Deimel zurück gehe. Der war als Bürgermeister mächtig hinter dem Glasfaserausbau her.

Reisinger nannte auch Baudetails: „Der Vorgarten bleibt unberührt“, versprach er. Wer bei den ersten 40 Prozent dabei sei, bekomme den Hausanschluss mit der Glasfaserleitung kostenfrei ins Haus gelegt. Wer später erst dazu komme, müsse mit 700 Euro oder mehr rechnen – je nach Aufwand.

Der Netzknotenpunkt im Ort, der die Technik enthalte, sei so groß wie eine halbe Fertiggarage. Den Grund dafür müsse man erwerben, entweder von der Gemeinde oder von privat. Verlegt werde das Kabel im Gehweg. Ausführlich zeigte Reisinger die verschiedenen Bautechniken, die allesamt darauf abzielen, Straßen so weit wie möglich heil zu lassen. Auf Nachfrage von Natalie Kienmüller-Stadler (FWG) versicherte er, dass die Baustellen auch so schnell wie möglich wieder geschlossen würden. Er sah einen wachsenden Bedarf an Bandbreiten: „Der neue 8K-Standard frisst allein 30 Megabit pro Sekunde.“ Ob die Langenpreisinger sich überzeugen lassen, wird die Zukunft zeigen.

Klaus Kuhn

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