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Hier bedient Miss Sophie: Gisela Straßer mimt die Butlerin für Jagdschlossbesitzer Georg von Böckl (Georg Böck). Am Boden liegt kein Tiger, sondern Wildschwein Fonse. 

Ausverkaufte Premierenvorstellungen

Dinner für Oan: Theaterverein Langenpreising startet ins Jubiläumsjahr

Das Herzstück eines gelungenen Jahreswechsels ist und bleibt für viele Menschen der Kult-Sketch „Dinner for One“, getreu dem Motto „The same procedure as every year – die gleiche Prozedur wie jedes Jahr“. Mit diesem Sketch ist der Theaterverein Langenpreising anlässlich seines 100-jährigen Bestehens ins Jubiläumsjahr gestartet.

Langenpreising – Am 8. März 1963 lief „Dinner for One“ erstmals im deutschen Fernsehen. Auf der Bühne im Zanklstadl drehte sich allerdings alles um das „Dinner für Oan“. Inszeniert hat die etwas andere Version des Klassikers Regisseurin Bettina Böck. Im Original muss Butler James für alle nicht vorhandenen Gäste mittrinken und ist am Ende sturzbetrunken. In der bayerischen Version haben der Butler und Miss Sophie die Rollen getauscht. Und so feierten Georg Böck als Jagdschlossbesitzer Georg von Böckl und Gisela Straßer als Miss Sophie in zwei ausverkauften Vorstellungen den 90. Geburtstag des Jagdschlossbesitzers.

Natürlich durften seine imaginären Freunde, „zur Linken da Schmucka Hans, oans weida da Burgamoasta a.D. P. Paulus Deimel, gegenüber wie immer Oberst Franz Neumüller und sei Spezl, da Antonius Sellmeier, genannt da Sellmoar Done“, nicht fehlen. Miss Sophie stolperte auch nicht über das legendäre Tigerfell. Auf der Langenpreisinger Bühne lag „Fonse“, ein Prachtexemplar von einem Wildschwein, das kurz zuvor einem einheimischen Jäger vor die Flinte gelaufen war. Bis Miss Sophie das erste Mal über dessen Kopf stolpert, dauert es freilich nicht lange. An der Anrichte genehmigt sich Sophie vorab schon mal einen Schluck Schnaps aus dem Flachmann.

Zur Suppe gibt’s ein kleines Pils, zum Schweinebraten ein Helles und zum Karpfen, fangfrisch aus dem Baisch-Weiher, Weißwein. Und für die Gesundheit noch Obst in flüssiger Form. Keine Frage, dass das für Miss Sophie, die für jeden Abwesenden am Tisch mittrinken muss, fatale Folgen hat. Nichtsdestotrotz springt sie schon mal wie eine Gazelle über den Wildschweinkopf. De gleiche Prozedur wia jeds Johr? Ja, nur eben ganz anders. Dass das den Zuschauern gefiel, zeigten sie mit frenetischem Applaus und einem bedauernden „Schod, dass’ scho aus is“.

Wer für die Vorstellungen keine Karten bekommen hat, darf sich auf die Freilichtaufführungen im Juli freuen, die, wie schon anlässlich der 1250-Jahr-Feier der Gemeinde, auf dem Gelände des alten Kindergartens stattfinden werden. Infos dazu folgen. sys

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