Während des Neubaus

Langenpreising: Doch kein Bus zur Behelfsschule

Langenpreising - Mit einer Extra-Tour hätte der Schulbus die Kinder zum Langenpreisinger Sportheim bringen können. So sollte während des Neubaus die Gefahr des längeren Wegs gemildert werden. Daraus wird wohl nichts.

Mit der Schülerbeförderung zur Behelfsschule im Sportheim in der Bauphase ist das bei weitem nicht so einfach, wie sich die Beteiligten das bisher gedacht haben. Der Gemeinderat hatte sich darauf verständigt, den Bus einfach zwischen alter und Behelfsschule pendeln zu lassen, um die Kinder sicher ins Sportheim zu bringen. Die Mehrkosten erschienen vertretbar. Das Gremium hielt es auch für zumutbar, dass die Kinder 20 Minuten eher an der Bushaltestelle sein müssen.

Bei der Hauptversammlung des Schulfördervereins musste Bürgermeister Peter Deimel den Mitgliedern reinen Wein einschenken. Nach einer Besprechung steht nämlich fest, dass die Extratour des Busses in der Bauphase ab kommendem Schuljahr nicht möglich ist.

Alle Verantwortlichen hatten vergessen, dass die Mittelschüler aus Zustorf schon in dem Bus sitzen, wenn der in Langenpreising ankommt. Diese aussteigen und warten lassen, bis der Bus die Schleife über die Behelfsschule gedreht hat, gehe gar nicht.

„Der Busfahrer hat die Aufsicht“, so Deimel vor den Mitgliedern. Einen zweiten Bus einzusetzen komme aus finanziellen Gründen wohl nicht in Frage, erklärte der Gemeindechef und rechnete vor: „Das kostet allein 100 Euro pro Tag. Wir haben 200 Schultage. Ob das durch den Gemeinderat geht, weiß ich nicht.“ Und so hieß es nach den Besprechungen erst einmal: „Kommando zurück.“

Etliche Mitglieder wollten wissen, wie es überhaupt zu den Überlegungen gekommen ist, dass ein Bus eingesetzt werden soll. Deimel: „Die Eltern haben bei mir im Büro gesessen!“ In der Tat hatten etliche Eltern sich mit Sicherheitsbedenken an die Verwaltung gewandt, weil die Übergangsschule im Sportheim doch recht weit außerhalb liegt. Der Rat war auf diese Sorgen eingegangen und hatte zunächst die Lösung mit dem Bus entwickelt.

Sicher ist aber, dass für den veränderten Schulweg in der Bauphase mehr Schulweghelfer gesucht werden. Bürgermeister, Schule und Förderverein richteten daher einen dringenden Appell an die Öffentlichkeit: Wer Zeit hat, den Schulweg der Kinder abzusichern, wird gebeten, sich zu melden. Ansprechpartner sind Schule, Gemeindeverwaltung oder Vorstandsmitglieder des Fördervereins.

Was keine Probleme macht, ist der Transport der Kinder von der Behelfsschule zur Turnhalle, die bekanntlich weiterhin voll nutzbar bleibt. Allerdings deutete Deimel an, dass sich die Schulleitung bei der Stundenplangestaltung einiges wird einfallen lassen müssen. Tatsächlich müsse der Sportunterricht so geplant werden, dass der Bus auch wirklich frei ist.

klk

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