Moderne Tecjhnik: die Sirene auf dem Feuerwehrhaus. foto: albrecht

Feuerwehr Langenpreising

Doppelter Alarm: Per Funk und Sirene

Langenpreising – Nach dem Abriss der Grundschule wurde eine neue Sirene auf dem Gerätehaus installiert. Das Signal ertönt nur tagsüber an Werktagen.

Manch einem Langenpreisinger Bürger wird es schon aufgefallen sein, dass die Sirene in Langenpreising nun anders klingt. Das neue elektronische Signalhorn ist auf dem Schlauchturm des Feuerwehrgerätehauses installiert worden. Die frühere mechanische Sirene war auf der Grundschule montiert gewesen. Nach dem Abriss des Gebäudes suchte die Gemeinde nach einem Standort. Mit einer Probesirene und einer Hebebühne wurden verteilt im Gemeindegebiet mehrere Testläufe durchgeführt.

Nur an Werktagen von 7 bis 17 Uhr wird die Feuerwehr zusätzlich mittels der Sirene alarmiert. Der dreimal in der Höhe gleichbleibende Ton von je zwölf Sekunden Dauer, mit je zwölf Sekunden Pause dient zur Alarmierung der Feuerwehreinsatzkräfte. Das akustische Signal soll die Tagesalarmstärke erhöhen. In der Nacht und an Wochenenden werden die Aktiven nur still, also über Funkmeldeempfänger, alarmiert.

Die neu installierte Sirenenanlage kann allerdings auch für die Warnung der Bevölkerung vor schwerwiegenden Gefahren für die öffentliche Sicherheit verwendet werden. Hört man einen auf- und abschwellenden Heulton von einer Minute Dauer, so sollte man ein Rundfunkgerät einschalten und auf Durchsagen achten. Ebenfalls sind über die neue Anlage Lautsprecherdurchsagen möglich.

Damit die Technik im Ernstfall auch funktioniert, gibt es regelmäßige Probealarmierungen. Diese erfolgen jeden ersten Samstag im Monat gegen 11 Uhr. Der Probelauf für die „Katastrophenwarnungen“ findet zweimal jährlich landesweit statt und wird vorab im Radio und in der Presse bekannt gegeben.

Sirenen werden heutzutage entweder über Funk von der Integrierten Leitstelle aus oder per Druckknopfmelder ausgelöst. Ein solcher Melder ist an der Außenfassade des Feuerwehrgerätehauses im Bereich der Fahrzeughalle angebracht. Er besitzt eine direkte Drahtverbindung zum Sirenensteuergerät. Löst jemand also den Druckknopfmelder aus, läuft sofort die Sirene mit dem Signal „Feuerwehralarm“ an.

Wichtig ist dann aber, dass der Alarmgebende sich nicht entfernt, bevor die Einsatzkräfte eingewiesen sind oder die Leitstelle informiert ist. Diese Art der Alarmierung der Feuerwehr hat im Handyzeitalter mehr und mehr an Bedeutung verloren. Dennoch verfügt auch die neue Langenpreisinger Sirenenanlage wieder über einen Druckknopfmelder, welcher auch im Falle eines Strom- oder Handynetzausfalls funktionstüchtig bleibt.

Natalie Kienmüller-Stadler

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