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Eine Aufwertung nötig hat der zentrale Platz zwischen Schule, Pfarrheim und Zankl in Langenpreising nach den Vorschlägen des Planungsbüros. 

Dorfentwicklung 

Langenpreisings „soziale Ortsmitte“

Die Ortsmitte in Langenpreising ist nicht das Unterwirt-Gelände, sondern der großzügige Bereich von Schule, Zankl und Pfarrhaus mit dem Übergang zu Kirche, Pfarrgarten und Pfarrhof. So sehen es die Planer.

LangenpreisingDie Regional- und Stadtplanung sind die Steckenpferde des Büros Otto Kurz in München. Mitarbeiterin Daniela Koller hat Langenpreising unter die Lupe genommen und ihre Vorschläge in der Informationsveranstaltung, die die Gemeinde zur Dorfentwicklung organisiert hatte, ausgebreitet. Sie will den Bereich Schule, Zankl und Pfarrhaus mit Übergang zur Kirche aufwertet und als zentralen Platz „erlebbar“ werden lassen. Für Koller liegt hier das Zentrum dessen, was sie die „soziale Ortsmitte“ nennt, eine unbedingte Stärke von Langenpreising, wie sie deutlich machte.

Die Planerin schlug vor, den Pfarrgarten öffentlich zu nutzen. Hier aber war sie nicht auf dem neuesten Stand, denn das ist genau der Bereich, in dem die Pfarrgemeinde ein neues Pfarrheim errichten möchte.

Maria Heller, Vorsitzende des Pfarrgemeinderats, sagte auf Nachfrage, dass die Bauvoranfrage bereits beim Landratsamt liege. „Wenn wir wissen, ob das überhaupt möglich ist, können wir weitermachen mit Zuschussanträgen und so weiter“, sagte sie zum aktuellen Stand.

Im neuen Pfarrheim würden einige der Nutzungen, die auf dem Unterwirt-Gelände angedacht sind, möglich sein. Dies würde die Überlegungen des Arbeitskreises berühren, möglicherweise sogar auf den Kopf stellen. Dazu gehört ein barrierefrei zugänglicher Raum für Sitzungen und Veranstaltungen. Gleichwohl unterstützt auch Maria Heller den Gedanken eines Bürgerhauses, das sie als „überfällig“ bezeichnete.

Für die Planer Koller und Kurz ist der ganze Bereich vor der neuen Schule so wichtig, dass in ihrem Konzeptvorschlag sogar eine Umgestaltung des Straßenraums erkennbar ist. Eine Platzsituation würde geschaffen, was auch helfen könnte, ein anderes von den Planern angesprochenes Problem anzugehen: den Verkehr. Gerade wenn die Schule aus ist, würden dort Situationen entstehen, die „nicht konfliktfrei“ seien, so Koller.

Sie machte weitere Vorschläge, wie der Bereich besser eingebunden werden könnte: etwa durch einen Durchgang in Richtung Feuerwehr. Bedenken von Seiten der Feuerwehr, dass es eng werden könnte, beantwortete Bürgermeister Peter Deimel. Es könne sogar ohne Inanspruchnahme von Privatgrund gehen. Überhaupt hatte die Planerin die vielen Stege und Brücken in ihrem Konzept einbezogen. Sie bedauerte, dass diese „nicht mehr ganz aktuell“ seien.

Ein weiterer Vorschlag betraf den Baisch-Weiher, wo Koller zur Reduzierung von Konflikten wegen unvermeidbarer Geräusche durch den Badebetrieb vorschlug, diese Freizeitnutzungen auf einen anderen Uferbereich zu verlagern. Dies sah Deimel allerdings kritisch.

von Klaus Kuhn

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