So könnte es einmal an der Alten Schmiede aussehen: Leo Melerowitz hat dieses Modell angefertigt. Im Vordergrund ist die Straße, und dann der verbleibende Teil des historischen Gebäudes, als offener Pavillon umgestaltet, dahinter die Strogen.
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So könnte es einmal an der Alten Schmiede aussehen: Leo Melerowitz hat dieses Modell angefertigt. Im Vordergrund ist die Straße, und dann der verbleibende Teil des historischen Gebäudes, als offener Pavillon umgestaltet, dahinter die Strogen.

Dorferneuerung in Langenpreising

Neue Pläne für Strogen und Alte Schmiede

Die Langenpreisinger Dorferneuerung kommt voran. Jetzt gibt es neue Pläne für die Sanierung der Alten Schmiede, eines der ältesten Gebäude im Ort. An ihm fließt die Strogen vorbei. Diese soll für die Bürger erlebbarer und vor allem besser erreichbar werden.

Langenpreising – Totgesagte leben länger. Das gilt auch für die Dorferneuerung in Langenpreising, die jetzt richtig in Schwung zu kommen scheint, auch wenn bisher wenig davon an die Öffentlichkeit gedrungen ist. In einer Klausurtagung vor einigen Wochen hat sich der Gemeinderat zusammen mit den noch interessierten Arbeitskreismitgliedern auf zunächst ein konkretes Vorhaben festgelegt, das jetzt vorangebracht werden soll. Von diesem verspricht sich Gemeinderätin Karin Dürr (CSU) eine massive Aufwertung des Ortskerns von Langenpreising.

Ihr zufolge liegt der Fokus auf dem Bereich der Alten Schmiede und die dort vorbeifließende Strogen. Diese solle erlebbar, gefahrlos erreichbar und damit für alle Bevölkerungsteile nutzbar werden, was eine große Steigerung der Aufenthalts- und Lebensqualität mitten im Ort darstelle. Beispiele gibt es schon. So hat erst kürzlich Allershausen die „Glonnterrassen“ eingeweiht, mit denen dasselbe Ziel verfolgt und auch erreicht worden ist. Auch hier ist an eine terrassenförmige Anlage gedacht, über die Bürger aller Altersstufen an das Gewässer herankommen können.

Dürr, die sich seit Jahren an vorderster Front für den gesamten Bereich „Unterwirt“ einsetzt, sieht hier einen gewaltigen kommunalpolitischen Vorteil: Das Vorhaben sei weitgehend unumstritten.

Die Grundlage für das Projekt ist die bereits angeleierte Verlegung des Wertstoffhofs. Wie berichtet, erhält die Gemeinde einen neuen, größeren Wertstoffhof, der in der Nähe des Bauhofs seinen Platz bekommen soll. Dann können die Container mitten im Ort verschwinden. Bürgermeister Peter Deimel (FW) bestätigt das alles nicht nur ausdrücklich, er sagt auch: „Ich bin da dran, ich würde das gut finden.“ Er sagt, dass das Ganze auf eine Idee von Gemeinderat Helmut Empl (CSU) zurückgeht. Deimel berichtee, er stehe bereits im Kontakt mit dem Amt für ländliche Entwicklung, „dass da was weitergeht“.

Bleibt noch das Gebäude der Alten Schmiede. Was das angeht, hat Dritter Bürgermeister Leo Melerowitz (CSU) eine Reihe von Modellen angefertigt, die für das Gremium anschaulich machen, wie der ganze Bereich gestaltet werden kann. Er erläutert die verschiedenen Varianten. Ihm zufolge gibt es eine, bei der das Gebäude stehen bleibt und dann saniert werden muss.

Es gibt aber auch eine Option, bei der es zu einem Teilabbruch kommt, der verbleibende Gebäudeteil dann nach zwei Seiten offen bleibt und innen Platz für Informationstafeln, auch zur Gebäudegeschichte, bietet.

Wie berichtet, ist die alte Schmiede ein enorm wichtiges Stück Wirtschaftsgeschichte in Langenpreising, eines der ältesten Gebäude überhaupt im Ort, und schon alleine deshalb interessant. Sie ist aber recht heruntergekommen. Wolfgang Leitsch hatte seinerzeit eine Untersuchung des Gebälks vorgenommen und der Gemeinderat eine Besichtigung angesetzt, bei der die breiten Risse im Mauerwerk registriert wurden.

In einer Variante Melerowitz’ ist auch ein Holzpavillon vorgesehen, der den ganzen Treffpunkt in der Dorfmitte weiter aufwerten könnte. Aktuell ist es eine eher winzige Grünanlage, auf der etwas verloren eine Bank steht, und dahinter, mit einem Sichtschutzzaun abgeschirmt, schon die Wertstoffcontainer. „Das ist sicher kein schöner Anblick mitten im Dorf“, findet Dürr und ist damit nicht allein.

Mit den jetzt favorisierten Gedanken ist die erste Überlegung, einen Parkplatz für den gegenüber auf dem Unterwirts-Grundstück einmal geplanten Neubau zu errichten, vom Tisch.

Noch ist in der Alten Schmiede das Gerät der Wasserwacht deponiert. Dafür müsste dann eine Alternative gefunden werden.

Klaus Kuhn

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