2009 abgerissen: Das Gebäude des Unterwirts hat Platz gemacht. Wofür, das steht noch nicht ganz fest. Die Dorferneuerung kommt aber langsam voran.
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2009 abgerissen: Das Gebäude des Unterwirts hat Platz gemacht. Wofür, das steht noch nicht ganz fest. Die Dorferneuerung kommt aber langsam voran.

Gemeinderat gründet Arbeitsgruppe – Bürgermeister will mit kleineren Projekten anfangen – Zeitplan steht im Juli

Dorferneuerung Langenpreising: Unterwirt-Areal muss noch warten

Mit der Dorfentwicklung in Langenpreising geht es voran. Auf Betreiben der CSU hat der Gemeinderat jetzt eine Marschrichtung beschlossen und setzt eine Arbeitsgruppe ein. Zudem gibt es einen Zeitplan, der in der Juli-Sitzung des Gremiums verabschiedet werden soll. Die CSU hatte die Richtlinien für eine Bürgerbeteiligung auf die Tagesordnung gebracht.

Langenpreising - Der Arbeitsgruppe gehören Bürgermeister Josef Straßer (FWG), sein Stellvertreter Leo Melerowitz, Stephan Hoynatzky (beide CSU), Anton Wollschläger (Grüne), Franz Neumüller und Joseph Adelsberger (beide FWG) an. Sie werden aus den verschiedenen Vorschlägen, die bereits im Raum stehen, eine für Langenpreising passende Version erarbeiten, wie die Bürger in die weiteren Planungen konkret eingebunden werden können.

Nach der Sitzung wurde Straßer im Gespräch mit unserer Zeitung genauer: Es müssten konkrete Fördergebiete festgelegt werden, meinte er. Dazu werde er vorschlagen, erst mal mit etwas vergleichsweise kleinem anzufangen, etwa mit der alten Schmiede und deren Umfeld. „Da kann man dann schon mal üben.“ Das sei sinnvoll, bevor man größere Projekte wie das Unterwirtsgrundstück angehe. Dieses stehe übrigens weiterhin auf der Agenda, machte der Bürgermeister deutlich.

Das Unterwirtsgrundstück, seinerzeit von der Gemeinde auf Kredit gekauft, wurde bekanntlich zum Auslöser der ganzen Diskussion. Das alte Gebäude wurde 2009 abgerissen. Die Debatte entzündete sich unter anderem an der inzwischen verworfenen Idee einer Friedhofserweiterung genau hier.

Klare Regeln für die Einbindung der interessierten Bürger waren immer wieder eine Forderung im Gemeinderat gewesen, und zwar längst nicht nur aus Richtung der CSU. Zu groß war der Frust vor allem im „Arbeitskreis 3“, wo man sich viele Gedanken gemacht hatte, die aber irgendwie fast alle versandet sind. Damit jetzt nicht das ganze Projekt im Sande verläuft, ist es das Ziel, dass so etwas nicht wieder passiert. Genau die Gemeinderäte, die diese Regeln immer wieder eingefordert haben, sind jetzt auch Mitglied der Arbeitsgruppe.

Die von Straßer angestrebten Fördergebiete müssen mit dem Amt für ländliche Entwicklung abgestimmt werden. Eine solche Festlegung hat konkrete Auswirkungen: In diesen Fördergebieten können dann auch private Investitionen, die im Sinne des großen Planungszieles sind, vom Freistaat Bayern gefördert werden – zumindest bis zu einem bestimmten Betrag. Der Gemeinderat hat im Haushalt 2021 Mittel für Maßnahmen im Rahmen der Dorferneuerung bereit gestellt, sodass die Bürger, die sich hier beteiligen und einbringen wollen, auch konkret etwas bewirken können. KLAUS KUHN

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