Planungen für neuen Dorfladen auf der Zielgeraden

Dorfladen: Beschluss voraussichtlich im März 2017

Langenpreising – Die Planungen für den Langenpreisinger Dorfladen biegen auf die Zielgerade ein. Stadtplaner Otto Kurz und Fritz Hampel vom Amt für ländliche Entwicklung waren zu Gast im Gemeinderat, um Perspektiven aufzuzeigen. Nach der Sommerpause will Kurz einen ersten Zwischenbericht vorlegen, um dann im Dezember einen Entwurf auf dem Tisch zu haben. Im März 2017 soll der Gemeinderat darüber abstimmen können.

Für Langenpreising empfahl er, einige Arbeitstermine mit dem Gemeinderat zuammen anzusetzen, „weil es wichtig ist, dass der Gemeinderat intensiv eingebunden wird“. Kurz ging es auch darum, dass endlich mal eine vertragliche Situation für die von ihm bereits erbrachten und noch zu erbringenden Leistungen eintritt. Aktuell ist das nicht der Fall.

Karin Dürr (CSU) drängte darauf, dass in der kommenden Sitzung ein konkreter Beschluss gefasst wird. Immerhin könnten bis zu eine Million Euro Fördergelder in die Gemeinde Langenpreising fließen, wie Hampel auf Anfrage von Stephan Hoynatzky (CSU) vorrechnete. Diese Förderungen beinhalten auch die Konzepterstellung und können 60 Prozent der Kosten ausmachen. Das bedeute, dass die Gemeinde das Gesamtkonzept für 19 000 Euro bekommen könne.

Für Lena Straßer (FW) wäre das eine feine Sache, wenn der Zeitpunkt nur nicht so ungünstig wäre. Schließlich seien die ehrenamtlich arbeitenden Gemeinderäte mit dem Schulhausneubau gut ausgelastet. Dieser müsse einfach Priorität haben. Diese Meinung vertrat auch Andreas Steiner (SPD). Obendrein hegten einige Ratsmitglieder, darunter Helmut Empl (CSU), Zweifel, ob Langenpreising überhaupt das Geld habe, noch Projekte neben dem Schulhausbau durchzuziehen. Hampel sagte, dass es eine Bagatellgrenze von 25 000 Euro gebe. Die Gemeinde habe also durchaus Möglichkeiten, auch wenn sie mit dem Schulhausneubau finanziell stark engagiert sei.

Und dann sind da noch Gemeinderatsbeschlüsse im Weg, an die Vize-Bürgermeister Josef Straßer (FW) erinnerte: Der Beschluss, das Unterwirtsgrundstück an einen Investor zu verkaufen, sowie die Entscheidung, auf einem Teil der Fläche den Friedhof zu erweitern, seien noch nicht aufgehoben. Hampel reagierte erstaunt: „Wie frisch ist der Beschluss zum Verkauf?“ Dieser ist wirklich schon etwas abgestanden, ist aber nie vollzogen worden.

Gerade weil die Gemeinde in vielen Dingen einfach nicht vorankomme, meinte Hoynatzky: „Wir brauchen Hilfe.“ Ob diese kommt, soll Dürr zufolge schnell entschieden werden. „Wir reden schon zu lange drum herum“, sagte sie.

klk

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