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Leitet den Dorfladen: Ursula Rieger.  

dorfladen langenpreising

Ein Jahr früher in der Gewinnzone

Das Café ist ein Erfolgsfaktor für den Langenpreisinger Dorfladen. Es gibt noch viele Ideen von Frühstückskarte bis Lotto-Toto.

Langenpreising – Der Dorfladen Langenpreising ist auf der Erfolgsschiene: Wenn es so weitergeht , könnte das beliebte Geschäft Ende 2017 und damit ein ganzes Jahr vor dem kalkulierten Termin aus der Verlustzone kommen. Das ist das zentrale Ergebnis der mit 97 von aktuell 235 Anteilseignern ausgezeichnet besuchten Gesellschafterversammlung am Donnerstag im Schmankerlhof Oberwirt.

Berater Hermann Gröll nannte die Zahlen eine Überraschung. In praktisch allen Bereichen außer den Personalkosten liege der Dorfladen besser als kalkuliert. Die Handelsspanne konnte beispielsweise mit 26,9 Prozent gegenüber 21 Prozent im Plan geradezu dramatisch gesteigert werden. „Da kann ich sie nur beglückwünschen.“ Der sogenannte Anlaufverlust war mit 20 000 Euro kalkuliert worden, tatsächlich betrug er nur 15 500 Euro. „Da sind auch alle Gründungskosten eingerechnet, die jetzt nicht mehr anfallen“, sagte Gröll.

Der Dorfladen-Guru nannte auch die Ursachen für die guten Zahlen: Der Cafébetrieb, der den Dorfladen immer mehr zu einem Zentrum in der Gemeinde werden lässt, trage weit mehr zum Ergebnis bei als gedacht. „Das Café ist das Schmuckstück im Laden“, sagte auch die neue Dorfladen-Leiterin Ursula Rieger voller Stolz. Sie kündigte auch gleich die nächste Veranstaltung an: ein Frühlingsfest am Samstag, 29. April, ab 13 Uhr. Da stünden Blumen im Mittelpunkt. Sie versprach für das Fest Überraschungen: „Da wollen wir zeigen, was wir können.“

Geschäftsführer Michael Brandt stellte die Entwicklung dar. „Es gibt Samstage, da gehen 1300 Gebäckstücke bei uns raus“, berichtete er. Neuheiten wie eine Frühstückskarte, selbst produzierte Torten, Eisbecher („Das wird der Renner!“) und belegte Sandwiches sollen weitere Frequenz in den Laden bringen. Außerdem seien die Verhandlungen, doch noch eine Lotto-Toto-Annahmestelle zu bekommen, auf einem guten Weg.

„Wir haben uns schwer getan, jemanden zu finden für die Ladenleitung“, berichtete Geschäftsführer Brandt. Das habe ihn doch einigermaßen überrascht. Umso mehr freut es die Verantwortlichen, gewissermaßen ein Eigengewächs gewonnen zu haben: Rieger hatte als Mini-Jobberin im Laden angefangen und nach eigenen Aussagen ursprünglich andere Pläne gehabt.

Die fleißigen Dorfladen-Erbauer bekamen von Gröll auch den Wert ihrer Eigenleistungen vorgerechnet: Kalkuliert worden war mit einer Investitionssumme von 90 000 Euro. Gebraucht wurden nur 50 000 Euro. Was geschaffen worden ist, kann sich anscheinend bundesweit sehen lassen, denn der Experte, der gerade aus Nordrhein-Westfahlen kam und schon wieder auf dem Sprung nach Berlin war, meinte: „Ich zeige gern Bilder aus Langenpreising. Ich hoffe, ich darf das.“

Helfer gesucht:

Der Dorfladen Langenpreising sucht noch Ehrenamtliche. Wer mithelfen möchte, den Laden auf der Straße des Erfolgs zu halten, ist eingeladen, sich im Dorfladen zu melden. Gesucht würden unter anderem noch Menschen die das „Dorfladl-Blattl“ austragen, aber auch beim Einräumen der Ware mithelfen. Und Kuchenbäcker für den Café-Betrieb seien immer gerne gesehen, erklärte Geschäftsführer Michael Brandt.

Klaus Kuhn

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