Unterwirts-Grundstück

Dorfmitte bleibt in Gemeindehand

Langenpreising – Der Verkauf des Unterwirts-Grundstücks ist vom Tisch. Damit kann Langenpreising die Zukunft des Ortskerns auf eigenem Grund planen.

Das Unterwirts-Grundstück wird nicht an einen Investor verkauft. Vorerst zumindest. Der Gemeinderat Langenpreising hob den entsprechenden Beschluss vom April 2015 auf, der bis heute aber nicht vollzogen wurde. Die Entscheidung fiel mit 9:5 Stimmen. Nun haben die Planer freie Hand.

Helmut Empl (CSU) fand es nur „konsequent“, die Entscheidung zum Verkauf aufzuheben. Einen Tagesordnungspunkt zuvor hatte das Gremium nämlich beschlossen, einen externen Berater für die weitere Dorferneuerung in Anspruch zu nehmen. Die Kosten dafür liegen bei knapp 19 000 Euro, was nach Darstellung von Bürgermeister Peter Deimel sehr günstig ist. Dafür bekommt die Gemeinde unter anderem zwölf mehrstündige Sitzungen mit den Arbeitskreisen der Dorfentwicklung oder ähnlichen Gruppen. Die Themen bestimmt die Kommune selbst.

Außerdem gibt es dafür eine ausführliche Planung, die bis März 2017 vorliegen kann. Otto Kurz wird diesen Teil der Arbeit übernehmen. Er hatte seine Vorgehensweise im Rat schon vorgestellt.

Die Beauftragung wurde mit 10:4 Stimmen beschlossen. „Momentan ist der Kopf voll“, erklärte Leo Melerowitz (CSU) – und meinte damit die Planung des heuer beginnenden Schulneubaus. Die Gemeinde habe andere Dinge, um die sie sich kümmern müsse, sagte auch Franz Buchner (FW Zustorf).

Es war Kurz, der wegen des Unterwirts-Grundstücks und des Verkaufsbeschlusses gefragt hatte: „Wie frisch ist der?“ Es hatte durchaus die Überlegung gegeben, dies einfach nur „ruhen“ zu lassen, etwa von Karin Dürr (CSU).

Max Danner (FW) ging einen Schritt weiter und sagte: „Dann muss aber auch der Verkaufserlös für das Grundstück aus dem Haushalt gestrichen werden.“

Vor allem Dürr hatte sich eingesetzt dafür, dass es mit der Dorferneuerung vorangeht. Ihr Fraktionskollege Stephan Hoynatzky steuerte ein weiteres Argument bei: Eine solche Planung sei Bedingung dafür, dass auch private Investoren Zuschüsse aus diesem Programm bekommen. Niemand widersprach Melerowitz, als er sagte, dass im Oktober erst mit einer ernsthaften Arbeit an der Sache begonnen werden könne.

Klaus Kuhn

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