Wolfgang Leitsch (CSU): „13 Jahre ist nichts passiert außer einem Abriss und einer Blumenwiese.“
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Wolfgang Leitsch (CSU): „13 Jahre ist nichts passiert außer einem Abriss und einer Blumenwiese.“

Antrag der Langenpreisinger CSU soll im Mai beraten werden – Noch zu viele Unklarheiten

Dorfmitte Langenpreising: Entscheidung über Arbeitskreis vertagt - Kommt ein Rathaus?

Die Dorfmitte in Langenpreising soll als Projekt wieder vorangebracht werden. Das war Ziel eines Antrags der CSU im Gemeinderat, der schon im Dezember gestellt worden war, bis jetzt aber der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen ist. Und auch jetzt kam er letztlich zu früh. Eine Entscheidung darüber hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am Montagabend vertagt.

Langenpreising - Ziel des Antrags ist, einen Arbeitskreis zu bilden, ähnlich dem zur Energieversorgung. Bürgermeister Josef Straßer (FWG) und mit ihm etliche Ratskollegen aber steckte noch die Erfahrung früherer Jahre in den Knochen, dass da hochengagierte Leute viele Stunden Arbeit investieren, und es kommt nichts dabei heraus. Eine Richtung müsse irgendwie schon her, so Straßer. Am Schluss verständigte sich das Gremium darauf, den Antrag in der Mai-Sitzung erneut zu beraten.

Sechs Gemeinderäte und sechs Bürger sollen den Arbeitskreis bilden. Bloß ist noch völlig offen, wer Einsicht nehmen soll in diesem Gremium, welche Auswahlkriterien es geben wird. Franz Neumüller (FWG) vermisste Klarheit und erinnerte an das Expertenwissen, das im Arbeitskreis Energie vertreten sei. Das war auch eine Steilvorlage für all jene, die noch dem Gedanken einer formellen Bürgerbeteiligungssatzung nachhängen, allen voran Bernhard Lanzinger (Grüne), aber auch Stefan Hoynatzky (CSU), der seine alte Rede wiederholte: „Wir brauchen Spielregeln.“

Inwieweit Bürgermeister und Rat inhaltlich eine Richtung vorgeben sollen, ist noch umstritten: „Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass schon alles eingetütet ist“, meinte Lanzinger. Es war Wolfgang Leitsch (CSU), der schließlich mit dem Vorschlag kam, die Mai-Sitzung für dieses Thema zu nutzen und vielleicht bis dahin das eine oder andere vorzubereiten. „Das wäre mein Vorschlag zur Güte.“ Den griff das Gremium dann auch auf.

Vizebürgermeister Leo Melerowitz (CSU) meinte, dass sich Bürger, die hier mitarbeiten wollten, vielleicht schon mal an die Verwaltung oder den Bürgermeister wenden könnten. Leitsch wollte aber auch endlich Tempo sehen: „13 Jahre ist nichts passiert außer einem Abriss und einer Blumenwiese.“ Damit meinte er das Unterwirt-Grundstück. Immerhin ist auch ein Parkplatz provisorisch befestigt worden.

Es geht aber auch um die alte Schmiede und den Kirchenaufgang, und damit auch den entsprechenden Bereich der Strogen. Zudem gibt es bereits zwei Zielgruppen, für die das Dorfzentrum nicht zuletzt gedacht ist: Senioren und Jugend.

Eher beiläufig nannte Straßer aber schon zu Beginn etwas, was allein schon eine Sondersitzung des Gemeinderats wert sein könnte: In seiner Aufzählung der möglichen Nutzungen sprach er auch ein Rathaus an. Sowas hat Langenpreising der zeit nicht. KLAUS KUHN

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