Antrag der Pfarrgemeinde

Ein Pfarrheim für Langenpreising

Langenpreising – Räume für Kommunionvorbereitung und weitere kirchliche Aktivitäten sind in Langenpreising dringend notwendig. Daher ist nun ein Pfarrheim geplant.

Die katholische Pfarrgemeinde Langenpreising unternimmt einen erneuten Anlauf, zu einem eigenen Pfarrheim zu kommen. Gebaut werden soll auf dem Grundstück, wo jetzt der Pfarrhof steht. Ein in die Jahre gekommenes Nebengebäude soll abgebrochen werden. Die Bauvoranfrage passierte den Gemeinderat in dessen letzter Sitzung vor Weihnachten ohne jede Debatte und einstimmig.

Kirchenpflegerin Margot Myrt wurde nach der Sitzung gegenüber der Presse genauer. Ein solches Vorhaben sei schon einmal abgelehnt worden: 2010 habe man vor der Gründung des neuen großen Pfarrverbands gestanden. Niemand habe in dieser Lage Fakten schaffen wollen, deutete sie an.

Jetzt aber sei eine neue Situation und zudem eine, die für die Pfarrei günstiger sei: Es gebe jetzt bis zu 85 Prozent Zuschuss vom Ordinariat für ein solches Pfarrheim. Die Größe sei nach Katholikenzahl gestaffelt, erläuterte sie weiter. Für Langenpreising käme ein Pfarrheim „Typ C“ in Betracht mit einer Hauptnutzfläche von 120 Quadratmetern. Davon wären etwa 60 Quadratmeter für den eigentlichen Saal vorgesehen, dazu kämen eine Küche und natürlich die sanitären Anlagen. Überdies könne die Pfarrei darauf verweisen, dass es eine sehr lebendige Gemeinde sei.

„Wir stehen noch ganz am Anfang“, sagte Myrt. Zunächst müsse die Frage geklärt werden, ob auf dem Grundstück, das den Pfarrpfründen gehöre, überhaupt gebaut werden könne. Sodann gehe es in das komplizierte Verfahren beim Ordinariat, bei dem es auch um die Frage des Bedarfs gehe. Sie gehe aber davon aus, dass dieser gegeben sei.

Die Kommunionvorbereitung oder Anderes seien im Moment einigermaßen heimatlos. Früher habe man die Räume im Pfarrkindergarten gehabt, aber jetzt, wo die Krippe dort hat untergebracht werden müssen, gehe das nicht mehr. Man könne auch nicht mit allen Gruppen zum Wirt gehen. Es werde dann sicher auch einen Belegungsplan geben. „Da darf sich jeder einmieten“, sagte sie.

Einen heißen Anwärter für die Mitbenutzung haben die Verantwortlichen auch schon ausgemacht: Die politische Gemeinde, deren Sitzungssaal im Feuerwehrhaus nicht barrierefrei erreichbar ist. Die Gemeinde käme plötzlich zu einem Sitzungssaal, der für alle Gemeindebürger erreichbar ist. Damit aber nicht genug: Die Flüchtlingshilfe nutze derzeit die Bibliothek, was nicht optimal sei. Viele Gruppen in der Gemeinde belegten derzeit Räume, die auch die politische Gemeinde nutze, mit der Folge: „Es muss immer hinterher picobello aufgeräumt werden.“ Niemand könne einfach mal etwas liegen lassen.

Nach der Gründung des Pfarrverbands habe sich herausgestellt, dass das Pfarrheim in Wartenberg aus zwei Gründen keine Ausweichmöglichkeit darstelle: Erstens komme die junge Zielgruppe mit dem Fahrrad, und zweitens sei das Wartenberger Gebäude ausgelastet. Damit lasse sich der Bedarf für ein eigenes Pfarrheim in Langenpreising wohl darstellen, meinte die Kirchenpflegerin. Zusammen mit den Gremien der Pfarrei sei sie seit April an der Sache dran. „Jetzt sind wir schon mal so weit, aber es ist noch ein weiter Weg“, sagte sie.

Klaus Kuhn

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