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Ganz im Zeichen des Glaubens stand der Festsoonntag in Langenpreising: Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger (M.) zelebrierte ihn vor hunderten Gästen gemeinsam mit Pfarrer Gregor Bartkowski und Diakon Sebastian Lenz.
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Unterhaltsam und kenntnisreich: Paul Adelsberger machte Lust auf die Chronik von Langenpreising. 
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Die Pfarrkirche St. Martin als Modell war beim Auszug zur Festhalle dabei. Viele Bürger, die meisten in Tracht, und Vereine mit Fahnenabordnungen waren dabei.

1250-Jahr-Feier 

„Ein Prost auf Langenpreising“

Langenpreising - Die Geschichte Langenpreisings stand beim großen Festabend im Mittelpunkt, auch wenn die Chronik nicht rechtzeitig zur 1250-Jahr-Feier fertig wurde. Der Stimmung tat das keinen Abbruch.

Der Festabend der Gemeinde Langenpreising zur 1250-Jahr-Feier am Samstag hätte besser besucht sein können. Bürgermeister Peter Deimel erkannte aber sofort die Chance: Der Geräuschpegel in der Bogenhalle war deutlich gedämpfter als bei anderen Anlässen im Rahmen des Jubelfestes.

„Das ist mein dritter Anlauf, dass ich eine Rede schwinge, und heute habe ich die Chance, dass ich durchkomme“, meinte er hoffnungsvoll und machte es spannend: „Wir haben Gäste aus Zustorf“, verkündete er – wohlwissend, dass das Erstaunen auslösen würde, ist doch Zustorf ein Gemeindeteil von Langenpreising. Aber die Zustorfer pflegen enge Verbindungen zu einem gleichnamigen Ort in Württemberg, und diese Gäste hatte Deimel gemeint. Heiterkeit kam auf, als er die Freunde einzeln mit Namen begrüßte.

Der Bürgermeister ging kurz auf die Geschichte der Gemeinde ein, verstand dies aber als Appetithappen mit Blick auf den Hauptredner Paul Adelsberger, der an der Chronik der Gemeinde arbeitetund zu Kreuze kriechen musste: „Sie ist halt nicht fertig geworden.“ In seinem Vortrag stimmte er die Bürger auf das Gesamtwerk ein, das in seinem Computer entsteht. So hat Adelsberger Teile der Schulgeschichte aus den Archiven gezogen: Demnach sei die Schule 1829 als „kleines, finsteres, ungesundes und feichtes Schulzimmer“ bezeichnet worden. Kein Vergleich also zu dem modernen Neubau, den die Gemeinde gerade errichtet.

Wunderbar waren Adelsbergers Ausführungen zum Sittenverfall um 1718, als man den Amtmann hinaus geworfen habe, weil er „ein liederliches Leben geführt und wahrscheinlich Umgang mit einer Wirtstochter gepflegt“ habe. Daraufhin habe ihn seine Ehefrau einfach verlassen, weil es damals noch keine Scheidung gab. Und dann kam es: „Die Eheleute haben getrennt gelebt, sind aber amtlicherseits angewiesen worden, dass sie von Zeit zu Zeit ihren ehelichen Pflichten nachkommen müssen.“ Diese Erkenntnis sorgte ebenso für Heiterkeit in der Bogenhalle wie Adelsbergers Berichte über Anlässe, bei denen man sich vor Gericht traf. Die Langenpreisinger konnten offenbar zünftig raufen, übertrieben es aber auch dann und wann. Von eingeschlagenen Schädeln musste der Chronist in Gerichtsprotokollen lesen.

Er beendete seinen erfrischenden Vortrag mit den Worten „Ein Prost auf Langenpreising!“ Das ließen sich die Gäste nicht zweimal sagen und stießen gerne an. Die Band Ledawix spielte anschließend auf. Deimel bedankte sich bei all denen, die zwei Jahre lang hart gearbeitet hatten, um die Feierlichkeiten vorzubereiten. Er bat den Festausschuss, bestehend aus Adelsberger, Hans Kaspera, Leo Melerowitz, Sabine Brunnquell, Anneliese Nitsche-Rott, Hans Hacker, Michael Knye, Matthias Reiter, Nancy Neumüller, Anton Sellmeier sowie Josef Straßer ebenso nach vorne wie die im Hintergrund wirkenden Ursula Neef und Petra Meyer. Sie alle erhielten ein Geschenk für ihren Einsatz.

Hochbetrieb herrschte am hochsommerlichen Sonntag, als Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger den Festgottesdienst im Pfarrgarten zelebrierte. Pfarrer Gregor Bartkowski und Diakon Sebastian Lenz unterstützten ihn dabei. Hunderte Gläubige, darunter Politprominenz und viele Vereine mit ihren Fahnenabordnungen, waren gekommen. Anschließend zogen alle gemeinsam zur Bogenhalle. Nach dem Mittagessen und dem Entenrennen auf der Strogen samt Preisverleihung klang die 1250-Jahr-Feier am Abend aus. (Klaus Kuhn)

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