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Für die stolzen Dorfladen-Initiatoren sprach Michael Brand auf dem Eröffnungsfest.

Dorfladen Langenpreising

Eröffnung mit großen Hoffnungen

Langenpreising – Drei Jahre Debatten und ehrenamtliche Arbeit wurden am Samstag von Erfolg gekrönt. Der Dorfladen Langenpreising wurde eröffnet.

Es war ein Festtag für Langenpreising. Am Samstag wurde der Dorfladen in der Ortsmitte eröffnet. „Es ist geschafft“, verkündete Michael Brandt, Verantwortlicher für das Projekt beim Arbeitskreis 1 der Dorferneuerung. Die Strogentaler spielten, die Biertische waren mit Festgästen gut besetzt, Bürgermeister und Landrat gratulierten.

Zunächst aber galt es, all denen zu danken, die den Dorfladen überhaupt erst möglich gemacht hatten. Brandt erinnerte in seiner Begrüßung an die Geschichte der Bemühungen. Im Juni 2013 sei bekannt geworden, dass der örtliche Edeka schließen werde. „Da haben wir nicht im Traum daran gedacht, dass wir hier mal stehen und einen Dorfladen haben“, sagte der AK-Sprecher. Er sparte auch die Durststrecke bei den Finanzierungsversuchen nicht aus. „Wir mussten Klinken putzen.“ Jetzt hätten aber genug Bürger Anteile für gezeichnet, damit 70 000 Euro Startkapital zusammenkommen. „Schauen Sie sich das Sortiment an“, lud Brandt die Besucher ein und fügte in Bezug auf eventuell fehlende Waren hinzu: „Wir haben auch Wunschzettel ausliegen.“

„Ich bin stolz auf all die Personen, die da mitgemacht haben“, lobte Bürgermeister Peter Deimel. Beifall brandete auf. Die Liste der Danksagungen war lang. An alle Helfer verteilten die Dorfladen-Macher Dutzende Herzchen aus Holz. Deimel berichtete von sechs Läden, die es einst im Ort gegeben habe. Zum jetzigen Projekt bekannte er freimütig: „Ich war auch einer von den Skeptikern.“

Der Dorfladen wird von vielen getragen und hat genossenschaftliche Strukturen. Von der Raiffeisenbank Erding kamen finanzielle Unterstützung und Beratung. Vorstandsvorsitzender Christian Berther hob in seinem Grußwort die demokratische Gesellschaftsform des Dorfladens hervor. „Ich darf Sie bitten und ermuntern, das Angebot zu nutzen“, sagte er zu den Langenpreisinger.

Landrat Martin Bayerstorfer hob die Eigeninitiative der hier tätigen Bürger hervor: „Wenn alles staatlich geregelt wäre, dann wäre eine Initiative aus der Bevölkerung undenkbar“. Zusammen mit Bürgermeister Deimel und den Dorfladen-Initiatoren durchschnitt er zur Eröffnung ein symbolisches Band.

Diakon Sebastian Lenz und Pfarrer Henning von Aschen segneten den Laden und hoben eine weitere Rolle des Dorfladens hervor: als Ort der Begegnung. Dem diente auch erst einmal das große Fest mit Musik von den Strogentalern und Kinderspielen. Dass es für Langenpreising ein Stück Lebensqualität werden dürfte, machte die spontane Reaktion einer Rentnerin gegenüber Deimel deutlich: Sie meinte: „Mei, das ist schön, dass man in Langenpreising wieder einkaufen kann. Jemand wie ich, der braucht sowas.“ Nun wird sich zeigen, ob die großen Hoffnungen der Initiatoren auf das entsprechende Kaufverhalten der Bürger trifft.

Klaus Kuhn

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag 6.30 bis 13.30 Uhr und 15 bis 18 Uhr, Samstag 6.30 Uhr bis 13 Uhr.

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