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Die Atemschutzträger standen bei der Übung zur Rettung von Verletzten bereit. 

Feuerwehr am Landgasthof Lintsche aktiv

Erst zur Übung, dann zum Weinfest

Kellerbrand im Gasthaus Lintsche – dieses Einsatzstichwort rief am Samstag vier Feuerwehren auf den Plan. Es war zum Glück nur eine Großübung, zu der die Aktiven des Zustorfer Kommandanten Bernhard Schwarzbözl sowie die Kameraden aus Berglern, Langenpreising und Wartenberg anrückten.

Zustorf – In dem Szenario stand das Treppenhaus unter Rauch, Menschen in den oberen Etagen waren eingeschlossen. Im Keller wurden zudem einige Personen vermisst.

Nicht nur für die Brandschützer war es das „große Programm“. Auch für Zuschauer vor dem Wirtshaus, darunter viele Kinder. Sie hatten sich teilweise eingefunden, noch bevor um Punkt 15 Uhr die Sirene heulte. Eine gute Nachwuchswerbung für die Feuerwehr. „Die Jugendfeuerwehrler mimen die Verletzten. Wir haben sogar einige Mädels gewinnen können, die jetzt fleißig dabei sind“, freute sich der Kommandant, der auch die Einsatzleitung hatte.

Natürlich ging nicht alles ganz pannenfrei ab, aber die „Verletzten“ wurden schnell zur Sammelstelle im Buswartehäuschen auf der anderen Straßenseite gebracht. Insgesamt waren 16 Atemschutzgeräteträger im Einsatz, die einen nach dem anderen aus dem Gebäude schleppten, nachdem sie teilweise mit Wärmebildkameras das Gebäude abgesucht hatten. Es wehte ein eiskalter Wind, das Bushäuschen war darum als erster geschützter Sammelplatz für die Verletzten ideal. Das Mehrzweckfahrzeug der Langenpreisinger diente als Funkzentrale zur Unterstützung der Einsatzleitung.

Eine wichtige Erkenntnis der Übung: Es kann am Einsatzort sehr schnell sehr eng werden. Werner Kroiß leistet als Maschinist auf der Drehleiter Präzisionsarbeit, um das große Fahrzeug vorsichtig rückwärts in die Hofeinfahrt zu rangieren. Parkende Fahrzeuge, wie sie bei Veranstaltungen gang und gäbe sind, hätten das Manöver aber möglicherweise sogar ganz unmöglich gemacht. So musste ein Leitpfosten herausgezogen werden, um für das Großfahrzeug Platz zu schaffen.

„Wir sollten vielleicht auch unsere eigenen Fahrzeuge etwas weiter weg aufstellen“, bilanzierte Schwarzbözl. Der Einsatzleiter machte dennoch schon vor der offiziellen Manöverkritik ein zufriedenes Gesicht. Ein paar Aktive mussten sich allerdings auf die Zunge beißen: Zum dritten Mal fand eine solche Großübung an dem Tag statt, an dem die Feuerwehr Berglern zum Weinfest lädt.

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