Gerhard Scholz Der Experte bringt viel Erfahrung von den Solarfreunden Moosburg mit.
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Gerhard Scholz Der Experte bringt viel Erfahrung von den Solarfreunden Moosburg mit.

Gemeinderat berät Gründung des Arbeitskreises

Expertenteam für Langenpreisinger Energiewende

In der Sitzung des Gemeinderats Langenpreising am Dienstag, 1. September (19 Uhr, Mehrzweckraum der Schule), steht eine Bürgerbeteiligungssatzung zur Abstimmung. Nach dieser Grundsatzentscheidung soll dann der Arbeitskreis Energie offiziell gegründet werden können.

Langenpreising – Wie berichtet, haben dessen Mitglieder schon vorab in einer Sitzung losgelegt. Vorsitzender könnte Vize-Bürgermeister Leo Melerowitz werden, sein Stellvertreter Joseph Adelsberger. Darüber hinaus sollen Gemeinderäte, Verwaltung und interessierte Bürger eingebunden werden, hinzu kommen externe Experten.

Diese stehen schon fest. Gerhard Scholz hat sich bei den Solarfreunden Moosburg bereits einen Namen gemacht. Bürgermeister Josef Straßer (FW) hat von Anfang an auf seine Expertise gesetzt und der Heimatzeitung gesagt: „Wenn ich solches Wissen im Ort habe, muss ich es auch nutzen.“

Der zweite Experte ist der frühere Kämmerer Anton Sellmeier, der das Energieversorgungsunternehmen (EVU) der Gemeinde nach und nach auf den heutigen Stand gebracht hat. Geschickt habe er verhandelt und laut Bürgermeister etwa alle Trafostationen im Stromversorgungsnetz der Gemeinde in das EVU überführt. Eine weitere treibende Kraft ist weit oben auf der Liste der „interessierten Bürger“: der ehemalige Bürgermeister Peter Deimel.

Gleich zu zweit war die Familie Heilmeier da. Die Landwirte und Biogas-Unternehmer erzeugen so viel Strom, dass es für die Versorgung der Gemeinde fast reicht. Auf dem Wärmemarkt wollen sie weiter aktiv werden. In der Sitzung des Gemeinderats, die für Anfang Oktober geplant ist, bekommt die Familie die Gelegenheit, ihr Konzept für einen Ausbau des Nahwärmenetzes vorzustellen. Straßer: „Das wird zeitnah vor der Vergabe der Bauplätze sein.“

Die Sitzung war zwar nicht groß besucht, zeigte aber die Chancen, die der Expertenaustausch bieten kann – egal, ob bei Biogas, Photovoltaik oder Hackschnitzelanlagen. Zufrieden stellte die Runde fest, dass man mit der Energiewende und der Autarkie wesentlich weiter sei als andere. „Schritt für Schritt“, so Melerowitz, wolle man vorankommen. KLAUS KUHN

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