+

Flächennutzungsplan

Behörde lässt Gemeinde schwitzen

„Landratsamt fordert ohne Ende Nachweise und Begründungen“

Langenpreising – Die Gemeinde Langenpreising tut sich immer schwerer mit der Begründung ihres Flächenbedarfs beim Flächennutzungsplan. Franz Pezold, der die 15. Änderung bearbeitet, hat das meiste Gehirnschmalz in die Frage investiert, wie die Gemeinde zu den ausgewiesenen Bauflächen kommt. Das Landratsamt hatte eine detaillierte Aufstellung der Anfragen nach Wohnbauflächen und Gewerbeansiedlungen gefordert. Auch wenn Planer und Verwaltung das für enorm schwierig halten, hat Letztere dem Amt jetzt diese Listen vorgelegt.

Möglicherweise ist eine erneute Offenlegung des Entwurfs erforderlich, weil bei dem geplanten Wohngebiet an der Prisostraße noch ein Antrag eingegangen ist, nämlich auf Neubau einer landwirtschaftlichen Halle von 40 mal 22 Metern, bei der Pezold aber Bedenken hatte, ob diese überhaupt genehmigungsfähig sei, weil sie ein Arten- und Biotopschutzprogramm berühre. Auch Forderungen nach Artenschutzprüfungen im geplanten Wohngebiet in Zustorf, im Dorfgebiet und im Wohngebiet an der Prisostraße sind erhoben worden.

Eine erneute Auslegung würde Pezold gern vermeiden, denn: „Bei jedem Durchgang kommen drei Anträge dazu.“ Bei der jüngsten Offenlegung waren es drei Interessenten, die mit Flächen neu in den Plan wollten. Schon jetzt sei es schwierig, den Bedarf zu begründen. „Das Landratsamt fordert ohne Ende Nachweise und Begründungen.“ So wollte der Rat auch nur einer kleinen neuen Fläche für zwei Häuser in Zustorf zustimmen und lehnte weitere Begehren ab.

Kürzeren Prozess machte Pezold mit den Einwänden der Naturschützer. Dass die Gemeinde etwa als „nicht zentraler Ort im ländlichen Teilraum“ nicht vorgesehen sei für die Aufnahme von überörtlichem Bevölkerungszuwachs sei schlicht falsch, so Pezold unter Verweis auf die Landesplanung, die ausdrücklich nicht dem ländlichen Raum die Rolle eines reinen Ausgleichsraums für die Ballungsgebiete gebe.

Dass der Bund Naturschutz einen Verstoß gegen das Harmonisierungsgebot zwischen Gewerbe- und Wohnbauentwicklung sieht, konnte Pezold nicht nachvollziehen. Erstens sei das Harmonisierungsgebot aufgehoben, zweitens gebe es sehr wohl beides. klaus kuhn

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

De Dirndln san im Fernseh’n
Die Band Dirndln Samma hat einen Auftritt bei der Sommerhitparade der ARD-Show „Immer wieder sonntags“. Hier müssen sich die drei Mädels gegen eine andere Newcomer-Band …
De Dirndln san im Fernseh’n
Eva Kolenda - beim Spagat bös’ verletzt
Eva Kolenda, frühere Dritte Bürgermeisterin Erdings und langjährige Vorsitzende des Mietervereins, hat sich unprofessionell verhalten.
Eva Kolenda - beim Spagat bös’ verletzt
Luft geholt für neue Investitionen
Die Baugenossenschaft ist wirtschaftlich kerngesund. Am Thermengarten in Altenerding will sie 16 Wohneinheiten mit Tiefgarage realisieren. Auch wenn die Mieten unter dem …
Luft geholt für neue Investitionen
Für gut 500 Realschüler wird‘s ab heute ernst
Für gut 500 junge Frauen und Männer an den vier Realschulen im Landkreis wird’s ernst: Sie legen ab heute ihre schriftlichen Abschlussprüfungen ab.
Für gut 500 Realschüler wird‘s ab heute ernst

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.