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Liebevoll eingerichtet ist der Dorfladen in Langenpreising. Das stößt bei den Kunden auf viel Gegenliebe.

Frauen-Trio übernimmt

Führungswechsel im Dorfladen

Der Dorfladen in Langenpreising ist zwar eine Erfolgsgeschichte, um diesen Erfolg muss aber immer wieder neu gerungen werden.

Langenpreising – Auf diesen Nenner bringt es Bettina Mayr im Gespräch mit der Heimatzeitung. Sie lenkt ab sofort zusammen mit Christa Bergmeier und Sabine Holzner-Kleppich als ehrenamtliche Geschäftsführerin die Geschicke. Michael Brandt ist aus der Geschäftsführung ausgeschieden.

Brandt steht der Initiative aber weiter zusammen mit Gerhard Tippner, Antonine Scharl, Walter Holzner, Konrad Danner und einem Vertreter der Gemeinde Langenpreising als Beirat zur Verfügung. Neu ist Thomas Buchner, der die Rechnungsführung übernehmen wird. Einig ist sich Bettina Mayr mit ihrem Vorgänger darin, dass es ohne die rund 15 Freiwilligen, die sich für den Dorfladen engagieren, nicht gehe.

Auf die Frage, was die neue Geschäftsführung konkret vorhabe, reagiert sie sehr vorsichtig, nicht zuletzt weil das Team aktuell urlaubsbedingt nicht vollzählig ist. Sie meint nur: „Wir möchten auch die eine oder andere neue Idee einbringen.“ Sie zeigt sich überzeugt davon, dass das notwendig sei. „Man muss immer dranbleiben.“

Großen Erfolg habe der Dorfladen vor allem an Samstagen, wenn die Langenpreisinger in Scharen kommen, um die vorher bestellten Backwaren abzuholen. Dann müsse sogar ein wenig umgebaut werden, um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren. „Das Café wird hervorragend angenommen“, ergänzt Brandt.

Das große Gewicht der Backwaren beim Umsatz wird durch eine Online-Umfrage bestätigt, die die alte Geschäftsführung noch in die Wege geleitet hat, und die nach den Worten von Brandt eine Reihe von interessanten Erkenntnissen gebracht hat. Die wichtigste vielleicht: Die Kundschaft des Dorfladens ist überraschend jung: 52 Prozent aller, die ihn nutzen, sind dieser Umfrage zufolge unter 45 Jahre alt. Allerdings könnte dieses Ergebnis täuschen. Die Frage ist, ob die ältere Generation an dieser reinen Online-Umfrage überhaupt teilgenommen hat.

Lebensmittel machen den größten Posten bei den Umsätzen aus, zitiert Brandt im Pressegespräch aus den Zahlen. Bis zu vier Einkäufe in der Woche tätige die Kundschaft demnach und sorge damit für „stabile Zahlen“.

Aktuell ist der Dorfladen auf der Suche nach Personal, das geht aus einem Aushang hervor. Verlangt wird, dass Bewerber die „Dorfladenphilosophie“, wonach dieser eine „Begegnungsstätte“ ist, aktiv mittragen.

Klaus Kuhn

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