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Für die Erdinger Schützen war er ein Volltreffer

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Das Ehrenkreuz in Silber Stufe II erhielt Helmut Hutzler 2004 – hier mit dem damaligen 3. Landesschützenmeister Hans Bösl. Bei Veranstaltungen tatkräftig dabei Die aufgeschlossene Art wird fehlen
Das Ehrenkreuz in Silber Stufe II erhielt Helmut Hutzler 2004 – hier mit dem damaligen 3. Landesschützenmeister Hans Bösl. Bei Veranstaltungen tatkräftig dabei Die aufgeschlossene Art wird fehlen © Gabriele Gams

Der Schützengau Erding trauert um sein Gauehrenmitglied Helmut Hutzler, der überraschend im Alter von 78 Jahren verstorben ist. Mit ihm verliert man einen sehr engagierten und geschätzten Kameraden. Seit den 70er Jahren ist Hutzler im Gauschützenmeisteramt ein Aktivposten gewesen.

Langenpreising – Geboren wurde Hutzler in Bamberg. Dort war er schon in jungen Jahren beim Schützenverein. Er wuchs mit einem jüngeren Bruder, der bereits verstorben ist, auf. Hutzler absolvierte nach der Schule eine Ausbildung zum Schlosser. „Diese schloss er als Bester seines Jahrgangs ab“, erzählt Sohn Norbert.

Nach seinem Wechsel zur Bundeswehr kam Hutzler in den Fliegerhorst Erding. In den letzten Jahren seiner Tätigkeit wurde er in den hohen Norden nach Husum versetzt und zum Oberstabsfeldwebel befördert.

Mit seiner Ehefrau Gertraud sowie den beiden Söhnen Armin und Norbert wohnte er in Langenpreising. Hutzler trat 1968 den Sportschützen Langenpreising bei und blieb Mitglied bis zu seinem Tod. Von 1976 bis 1982 war er Schützenmeister. Bei den Veranstaltungen des Vereins war er immer tatkräftig dabei, vor allem bei der Ausrichtung von Gauschießen und dem großen Vereinsjubiläum im Jahr 1999. Früh wurde man beim Gau auf den engagierten Schützen aufmerksam und holte ihn ins Gauschützenmeisteramt. So war er von 1978 bis 1979 Jugendleiter und danach 2. Gauschatzmeister. 1983 wurde er dann Gauschatzmeister und blieb dies bis 1998, als er zum 3. Gauschützenmeister gewählt wurde. In seiner Amtszeit war er bei vielen großen Ereignissen maßgeblich dabei, etwa bei der Weihe der Gaufahne 1982 und dem 75-jährigen Bestehen 1997. Ein Anliegen waren ihm auch Ausflüge, oft war er in die Vorbereitung involviert.

Für sein Engagement erhielt er viele Ehrungen. Die letzte Auszeichnung, das Ehrenkreuz in Silber Stufe II, erhielt er im Jahr 2004 zum Abschluss seiner Tätigkeit im Gauschützenmeisteramt. 2013 wurde er zum Gauehrenmitglied ernannt.

Ein Schicksalsschlag traf ihn 2011, als seine Ehefrau Gertraud verstarb. Trotz seines Umzugs von Langenpreising nach Viecht (Gemeinde Eching) blieb er den Erdingern treu. Von Beginn an war er bei den Auflageschützen mit großer Freude dabei. Er freute sich immer sehr auf die Gespräche mit den Schützinnen und Schützen bei diesen Treffen. Bis kurz vor seinem Tod schoss er im Rundenwettkampf der Auflageschützen mit.

Auch das Filmen war seine große Leidenschaft. „Die Sammlung ist sehr umfangreich“, sagt sein Sohn Norbert zu den vielen Videokassetten im Haus. So kannte man ihn auch bei Ausflügen und Veranstaltungen: immer hinter seiner Kamera.

Vielleicht hat sich im September 2021 mit einem Ausflug nach Bamberg und Umgebung – seine alte Heimat – ein Kreis geschlossen. Viele Geschichten wusste er dabei seinen Mitfahrern zu erzählen. Hutzler besuchte noch einmal viele Orte aus seiner Kindheit und Jugend. Er hinterlässt nicht nur in seiner Familie eine große Lücke. Auch bei den Schützen wird seine immer freundliche und aufgeschlossene Art fehlen. Seine Erdinger Schützen werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

GABRIELE GAMS

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