Gemeinderat Langenpreising 

Für Gewerbe an der Autobahn

Die Gemeinde Langenpreising hält an Gewerbeflächen an der Autobahnauffahrt Moosburg Süd fest. Der Gemeinderat bekräftigte den Wunsch nach dieser Option in seiner Stellungnahme zum Regionalplan. Nur Stephan Hoynatzky (CSU) und Max Danner (FW) stimmten dagegen.

Langenpreising – Diese Idee hatte schon bei der ersten Veröffentlichung massive Proteste hervorgerufen. Diese Debatte könnte jetzt wieder aufflammen, denn im aktuellen Regionalplan ist ein Grünzug eingetragen. Bürgermeister Peter Deimel (FW) argumentiert nun, dass erstens andere auch kräftig da hinein gebaut hätten und zweitens Autobahnen die „Hauptschlagadern“ seien.

Hoynatzky wandte sich massiv gegen diese Ausweisungen. Er argumentierte, dass der ohnehin enorme Flächenverbrauch mit der Autobahnraststätte bei Zustorf noch zunehme und dass das Ortsbild leide. Ganz ähnlich wie bei der Autobahnraststätte gebe es dort auch Anwohner, für die sich die Gemeinde stark gemacht habe, meinte Hoynatzky.

Tatsächlich zeigt die vom regionalen Planungsverband veröffentlichte Karte, dass das ganze Moosburger Industriegebiet Degernpoint wie eine Insel mitten in diesem Grünzug liegt. Genau mit dieser Situation hatte auch Deimel argumentiert. Was andere dürften, das dürfe Langenpreising auch, deutete Deimel an und meinte, dass es um viel kleinere Flächen gehe als es auch in der Vorlage an den Gemeinderat den Anschein habe.

Vor einigen Jahren hatte sich die CSU noch massiv für Gewerbeflächen an der Autobahnauffahrt eingesetzt, die auf Gemeindegebiet liegt. Es ging auch darum, dass die Kommune dort Grundstücke besitzt, die versilbert werden könnten.

Die Stromleitung der Bahn mit 110 000 Volt führt durchs Gemeindegebiet und wird in Teilen erneuert. Die Freileitungen werden dabei bis zu fünf Meter höher gehängt. Bis auf Andreas Steiner hatte im Ratsgremium niemand Bedenken gegen das Vorhaben. Es geht um immerhin 58 Masten, die saniert werden müssen. Dabei werden diese teilweise auch verschoben, und zwar auf Antrag der betroffenen Grundstückseigentümer.

Die Trasse führt auf einer Länge von 12,8 Kilometern durch das Gemeindegebiet und verbindet die Kraftwerke Pfrombach und Eitting. Bei der Erneuerung ist, wie die Verwaltung informierte, nicht vorgesehen, die Trasse weiter von der Bebauung weg zu verlegen – eine Sache, die Steiner gern gesehen hätte.

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