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Gemeinderat Langenpreising

Glyphosat-Verbot fällt durch

Die Gesundheit der Menschen, der Schutz von Insekten und die Kontrolle eines Glyphosat-Verbots waren Argumente im Gemeinderat.

Langenpreising – Die Gemeinde Langenpreising verzichtet auf ein Verbot von Glyphosat auf eigenen Flächen. Nach einer hitzigen Debatte scheiterte der Antrag von Helmut Empl (CSU) mit 4:9 Stimmen. Knapper wurde es für einen Kompromissvorschlag von Max Danner (FW). Er hatte angeregt, Glyphosat nur auf Flächen von einem Hektar und mehr zuzulassen, dort aber die Anlage von Blühstreifen in Pachtverträge aufzunehmen. Eine 7:6-Mehrheit war dagegen.

Empl ist Mediziner und wies auf den Verdacht hin, dass das Mittel krebserregend ist. Danner argumentierte aus der Sicht des Jägers und Naturfreundes und forderte Schritte gegen das Insektensterben. Schon mit der Anlage von kleineren Blühflächen lasse sich etwas erreichen. „Da summt und brummt es, da ist der Teufel los“, sagte er. In den Monokulturen, die heute die Landschaft dominieren, sei das nicht der Fall.

Das Kulturlandschaftsprogramm (Kulap), das Landwirten einen Ausgleich garantiere, könne hier helfen. Vertreter der Landwirtschaft, die die Debatte mit Interesse verfolgt hatten, berichteten nach der Sitzung, dass Kulap-Mittel erst ab zwei Hektar flössen. Solche hat die Gemeinde aber nicht zu verpachten.

Überdies steht in der Vorlage, dass Pachtverträge immer nur auf ein Jahr geschlossen würden, die Anlage von Blühflächen aber eine mehrjährige Sache sei. Danner kündigte nach der Sitzung einen eigenen Antrag zum Thema Blühflächen an.

Stephan Hoynatzky (CSU) monierte, dass die Gemeinde zwar über Glyphosatverbot nachdenke, zugleich aber gewaltige Flächen für ein Gewerbegebiet neu versiegeln wolle. Natalie Kienmüller-Stadler (FW) betrachtete die Debatte auch als Chance, „mit den Landwirten ins Gespräch zu kommen“.

Nicht weiter verfolgt wurde der Gedanke von Karin Dürr (CSU), das Verbot auf alle chemischen Mittel auszuweiten. Die Anträge scheiterten nicht zuletzt an einem Einwand von Josef Buchner (FW Zustorf): „Wer will das kontrollieren?“ Empl nach der Abstimmung: „Jetzt sind wir genau so weit wie vorher.“ Klaus Kuhn 

Rubriklistenbild: © dpa / Patrick Pleul

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