Gemeinderat Langenpreising 

Haushalt Langenpreising: Knapp drei Millionen Euro Kredite

Die Gemeinde Langenpreising wird rund 2,75 Millionen Euro Kreditermächtigung in den Etat schreiben müssen.

Langenpreising – Die Gemeinde Langenpreising wird, wenn nicht bei der Schlussberatung des Haushalts im Gemeinderat am kommenden Dienstag noch eine Wende eintritt, rund 2,75 Millionen Euro Kreditermächtigung in den Etat schreiben müssen. Dass es nicht über drei Millionen geworden sind, ist einzig dem Plan geschuldet, ein gemeindeeigenes Wohnhaus zu veräußern. Der Hauptausschuss des Gemeinderats hat sich nach eingehender Beratung auf die Veräußerung verständigt, weil erneute Renovierungsarbeiten anfallen würden. Entsprechend fiel der Empfehlungsbeschluss an den Gemeinderat aus. Dieser fällt die Entscheidung.

Die größten Investitionen, die letztlich auch die Neuverschuldung begründen, stehen im Bereich Gewerbegebiet an, wo 1,5 Millionen Euro für Grunderwerb im Vermögenshaushalt stehen. Die Schule ist weitgehend haushaltstechnisch abgewickelt, jetzt stehen noch 1,5 Millionen Euro an Zuschüssen aus, die über zwei Jahre verteilt ausgezahlt werden sollen. Allerdings bedingt das, dass auch die letzten Einbauten, wie etwa die Küche, noch heuer gemacht werden müssen. Diese wird mit bezuschusst, und der sogenannte Verwendungsnachweis muss erbracht werden, bevor die letzte Zuschussrate ausgezahlt werden kann.

Die Zuführung des Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt ist mit knapp 200 000 Euro in den Entwurf geschrieben worden. Von der Verwaltung wurden allerdings auch massive Haushaltsrisiken nicht verschwiegen. Die betreffen die Gewerbesteuer. Mit 750 000 Euro ohnehin vorsichtig kalkuliert, könnte es hier nach Informationen aus der Kämmerei noch zu einem Einbruch kommen.

Was Einsparungen angeht, wurde unter anderem Hans Kaspera (SPD) fündig, dem aufgefallen war, dass trotz der Umstellung auf LED-Technik höhere Kosten für die Straßenbeleuchtung eingesetzt wurden. Nachdem der Haushaltsansatz 2017 nicht ausgeschöpft worden ist, wird sich die Verwaltung das noch einmal anschauen.

Nicht abschließend klären konnte sie, warum die Personalkosten im Kindergartenbereich so massiv steigen. Max Danner (FW) war das aufgefallen. „Tariferhöhungen können das nicht sein“, meinte er. Auch hier bleibt also noch reichlich Erläuterungsbedarf für die Sitzung.

Der Rat wird sich auch weiter mit der Frage befassen müssen, ob die Gemeinde den Friedhof in die gemeindliche Verwaltung übernimmt. Entsprechende Tendenzen nicht nur in der Verwaltung sind da, zumal aus Wartenberg positive Erfahrungen bekannt wurden. Bürgermeister Peter Deimel berichtete, dass der Moosinninger Friedhof erst vor nicht allzu langer Zeit der Gemeinde übertragen worden sei. Der Ausschuss tagte praktisch nichtöffentlich. Nur Gemeinderätin Natalie Kienmüller-Stadler (FW) zeigte als Nicht-Mitglied Interesse. Klaus Kuhn

Rubriklistenbild: © dpa / Daniel Reinhardt

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