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Mit Draht gespickte Betonbrocken zeigte Max Danner vor.

Gemeinderat Langenpreising

Straßen aus illegalem Material?

Langenpreisinger Gemeinderäte beklagen die Praktiken einer Baufirma. Nun wird geprüft.

Langenpreising – Ärger droht der Baufirma, die Strommasten in Langenpreising austauscht. Schon in einer früheren Ratssitzung hatte Franz Buchner (FW Zustorf) moniert, dass diese die Straßen kaputtfahre. In der Sitzung am Dienstag legte Max Danner (FW) nach. Das Unternehmen verwende für die Befestigung der Wege höchst problematischen Bauschutt: Er habe von einem erbosten Landwirt eine Kostprobe des Materials bekommen, berichtete er und zeigte das Stück vor: ein Betonbrocken, gespickt mit spitzen Drahtstücken, die igelartig herausragen. Danner: „Wenn da ein Radlfahrer drüberfährt ist der Reifen gleich hin.“

Buchner kündigte für die kommende Sitzung einen konkreten Antrag in der Sache an, und Natalie Kienmüller-Stadler, beruflich mit Straßenbau befasst, schüttelte nur den Kopf: „So was geht gar nicht.“ Sie zeigte sich überzeugt, dass da Material, dessen Herkunft und Beschaffenheit die Gemeinde nicht kenne, entsorgt werde. „Nicht, dass da schwarzes Material reingekippt wird, und wir haben dann das Problem mit Teer und so weiter.“

Völliges Unverständnis herrscht im Gemeinderat darüber, dass in Berglern beispielsweise Kies verbaut werde, in Langenpreising aber zweifelhafter Bauschutt. Danner überließ das Beweisstück der Verwaltung. Der Rat besteht auf einer ordnungsgemäßen Wiederherstellung der Straßen und Wege und darauf, dass das falsche Material entfernt wird. klaus kuhn

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