Gemeinderat Langenpreising

Striktes Nein zur Autobahnraststätte

Lärmbelastungen und Flächenverbrauch sind die größten Kritikpunkte an der Raststätte „Isartal“. Der Gemeinderat stellt sich dagegen.

Langenpreising – Die Gemeinde Langenpreising bleibt bei ihrem strikten Nein zur Autobahnraststätte „Isartal“, auch wenn die Planungsträger die Gestaltung der Anlage geändert haben. So sind die Auffahrten zur Brücke über die A 92 von der Gemeinde Langenpreising und ihrem Ortsteil Zustorf ein Stück weg verlegt worden. Die Gemeinde sieht nach wie vor die Lärmschutzbelange gerade der Zustorfer nicht ausreichend berücksichtigt und moniert zudem, dass die Schweinwerfer der Fahrzeuge eine Blendwirkung haben könnten, und das weit in die Landschaft hinein.

Die Kommune besteht also weiterhin auf einem verbesserten Lärmschutz und sieht zudem Umweltbelange völlig unterbelichtet: Es war Max Danner (FW), der am Dienstagabend im Gemeinderat seine Formulierung wiederholte: „Langenpreising ist wohl bundesweit die einzige Gemeinde mit zwei Autobahnparkplätzen.“ Der Flächenverbrauch sei enorm und nicht zu rechtfertigen.

Tatsächlich schluckt diese Tank- und Rastanlage in etwa so viel Fläche wie der ganze Autobahnzubringer. Alles das hat Maximilian Sertl von der Verwaltungsgemeinschaft jetzt zusammengetragen und wird es in eine Form bringen, die dem Gemeinderat noch einmal vorgelegt werden kann.

Natalie Kienmüller-Stadler (FW) warnte nämlich: „Das ist wahrscheinlich die letzte Chance, dass wir hier was für die Bürger von Langenpreising erreichen können.“ Entsprechend sorgfältig solle formuliert werden.

Die Beschlussvorlage wurde für das Gremium so zeitig erarbeitet, damit eine erneute Behandlung noch während der Widerspruchsfrist möglich ist. Diese Chance will Langenpreising nutzen. Allerdings steht auch in den Unterlagen an den Gemeinderat, dass sich die Autobahndirektion Südbayern von der aktuell laufenden Sanierung der Fahrbahnoberfläche eine deutliche Lärmminderung verspricht.

Zum Thema wird auch die Erschließung der Anlage. So soll ein Feldweg auf eine „Kronenbreite“ von 5,50 Metern ausgebaut werden, was im Gremium Verdacht erregte. Die Zufahrt mit Lastwagen solle ausschließlich über die Autobahn erfolgen, forderte der Gemeinderat. Im Übrigen will die Kommune auch nicht plötzlich beim Wegeunterhalt zur Kasse gebeten werden.

Nicht betroffen ist die Gemeinde Langenpreising beim Thema „Wasser und Abwasser“, denn sowohl die Frischwasserversorgung als auch die Abwasserentsorgung erfolgen über das Gebiet von Niederlern. Dazu ist eine Sondervereinbarung mit dem Wasserzweckverband nötig.

von Klaus Kuhn

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