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Ihm ging es wie vielen Chronik-Autoren : Paul Adelsberger bei der Arbeit am Buch über Langenpreising. 

Gemeinderat Langenpreising 

Über 700 Seiten Ortsgeschichte

Mit der Ortschronik von Langenpreising ist es genau so gekommen, wie es Chef-Autor Paul Adelsberger vor Monaten schon vorhergesagt hat: Das Projekt ist komplett aus dem Ruder gelaufen und wird mehr als doppelt so umfangreich wie geplant.

Langenpreising – Mit der Ortschronik von Langenpreising ist es genau so gekommen, wie es Chef-Autor Paul Adelsberger vor Monaten schon vorhergesagt hat: Das Projekt ist komplett aus dem Ruder gelaufen und wird mehr als doppelt so umfangreich wie geplant.

Ihm ging es damit wie vielen, die sich mit einer Ortschronik befassen: „Ich habe nicht abschätzen können wie viel Material da ist“, bekannte er in der Gemeinderatssitzung. Das erste Angebot der Druckerei war mit 480 Seiten bei einer Auflage von 500 Exemplaren kalkuliert worden, doch das ist jetzt Makulatur: 704 Seiten werden es, und das ist erst der erste Band. Immerhin: Es gibt eine Förderzusage der FMG über 5000 Euro für die Druckkosten – eine Spende, die der Gemeinderat gern annahm, als es darum ging, den Verkaufspreis festzulegen. Zum Wintermarkt soll der erste Band vorliegen, der zweite soll bald folgen.

Bürgermeister Peter Deimel hat nun ein neues Angebot der Druckerei über 18 000 Euro vorliegen. Daraus kalkulierte er einen Verkaufspreis von 49 Euro pro Buch unter der Voraussetzung, dass einige Bände auch als Geschenk verwendet werden. Damit kam er im Gremium nicht gut an. Helmut Empl (CSU) nannte die Chronik einen „Beitrag zur Kulturpflege“ und befürchtete, dass der Preis als zu hoch empfunden werden könnte. Andreas Steiner (SPD) unterstützte ihn: „Wir sollten keinen Gewinn machen.“ Bei einem geringeren Preis sei das Buch besser verkäuflich. Empl beantragte, den Verkaufspreis auf 39 Euro festzulegen, was bei drei Gegenstimmen durchging.

Das Festjahr geht zu Ende. Abschluss wird ein Silvesterball mit Live-Musik und Buffet sein, kalkuliert für 300 Gäste. Der Eintritt wird 59 Euro kosten. Die Abstimmungsgespräche mit dem Wirt seien angelaufen, wie bei der Sitzung deutlich wurde. Details wie Namen und Geld dürften im nachfolgenden nichtöffentlichen Teil Thema gewesen sein.


Klaus Kuhn

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