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Schwere Maschinen haben die Asphaltschicht aufgebracht. Nun ist die Fahrbahn nicht mehr so holprig wie früher.   

Generalsanierung 

A 92: Die erste Fahrbahn ist fertig

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Die Arbeiten auf der A 92 liegen im Zeitplan. Die erste Fahrbahn ist fertig asphaltiert. Ab Mitte Juli soll der Verkehr zwischen Moosburg-Süd und Erding auf der anderen Seiten rollen – weiterhin langsam bei Tempo 60.

Nördlicher Landkreis – Halbzeit auf der A 92: Auf dem diesjährigen Bauabschnitt ist nun die Fahrbahn Richtung Deggendorf komplett asphaltiert. Ab dem 13. Juli soll der Verkehr auf der sanierten Seite rollen. Dann werden die Betonplatten auf der Fahrbahn Richtung München herausgerissen. Das teilt die Autobahndirektion Südbayern auf Nachfrage mit. Der komplette Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Moosburg-Süd und Erding soll laut Pressesprecher Josef Seebacher bis Ende Oktober fertig sein.

Die A 92 ist gleichsam die Lebensader Niederbayerns und die wichtigste Verkehrsachse im Norden von München. Der erste Abschnitt wurde 1972 eingeweiht. Die Betonpiste hat ihre erwartete Lebensdauer erreicht. Besonders dringend wurde die Generalsanierung der 75 Kilometer zwischen Flughafen München und Dingolfing-Ost nicht zuletzt wegen Blowups, Aufkantungen aufgrund der Hitze in besonders heißen Sommern. Die Autobahn bekommt nun eine Asphaltdecke, die zwar nicht ganz so lang hält, auf der es aber nicht zu Blowups kommen kann. Das 400-Millionen-Euro-Projekt soll bis 2023 dauern.

Der Einbau der Asphaltdecke wurde vergangene Woche abgeschlossen. Bis Freitag, 6. Juli, werden noch Restarbeiten erledigt: das Herrichten der Böschungen, die Installation von Notrufsäulen sowie das Anbringen von Schutzplanken und Markierungen. „In der Nacht zum 13. Juli wird dann der Verkehr umgelegt“, kündigt Seebacher an. Dabei werde die Autobahn nur für wenige Minuten komplett gesperrt. Die Behinderungen würden sich daher in Grenzen halten. Bei allen Terminen weist Seebacher darauf hin, dass die Arbeiten witterungsabhängig sind.

„Die Baustelle wird von der Polizei gelobt, weil wir fast keine Unfälle hatten“, berichtet der Sprecher der Autobahndirektion. Das liege am verhängten Tempo 60.

Im Frühjahr 2018 geht es bei der Generalsanierung in Richtung Nordosten weiter: bis zur Isarbrücke jenseits der B 11. In diesem Abschnitt liegen laut Seebacher die Anschlussstellen Moosburg-Süd und -Nord. „An diesen Stellen wird es immer ein bisschen zwicken, weil die Beschleunigungsspuren auf den Seitenstreifen liegen“, sagt der Sprecher über zu erwartende Verkehrsbehinderungen. 2019 steht dann die Etappe zwischen den Anschlussstellen Erding und Freising-Ost auf dem Bauzeitenplan.

Geänderter Plan für Raststätte Isartal

Zeitgleich läuft im selben Bereich der A 92 die Planung für ein Großprojekt: die Raststätte Isartal. Zu der Tank- und Rastanlage mit über 200 Stellplätzen gehört eine Brücke, über die der Verkehr von der Fahrbahn Richtung Deggendorf rollen soll. Die Bürger des nahe gelegenen Ortes Zustorf befürchten insbesondere Lärm von den Fahrzeugen auf dieser Brücke. Daher erarbeitet die Autobahndirektion einen geänderten Plan, auf dem die Auffahrt zur Brücke weiter weg von Zustorf eingezeichnet ist. „Wir beabsichtigen, diese Tektur im Sommer bei der Regierung von Oberbayern einzubringen“, berichtet Seebacher.

Wenn keine zusätzlichen Untersuchungen nötig seien, dann könne der Planfeststellungsbeschluss in einem guten Jahr vorliegen, erklärt der Behördensprecher. Das sei aber nur eine Faustformel und hänge von der Regierung ab. Die nächste Ungewissheit sei dann, ob gegen den Planfeststellungsbeschluss geklagt wird. Die ersten Arbeiten wären laut Seebacher dann Rodungen. Nach seiner Rechnung – und ohne Klagen – also frühestens ab Herbst 2018.

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