Gewaltiges Interesse: Die Grundstücke im Neubaugebiet „Thenner-See-Straße“ standen für die vielen Gäste im Mittelpunkt.  Foto: Klaus Kuhn
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Gewaltiges Interesse: Die Grundstücke im Neubaugebiet „Thenner-See-Straße“ standen für die vielen Gäste im Mittelpunkt.

Großes Interesse am Neubaugebiet

Langenpreising: Erste Infos zu Grundstücken an der Thenner-See-Straße

An den Grundstücken im Neubaugebiet Thenner-See-Straße in Langenpreising besteht ein großes Interesse. Bei der Gemeinderatssitzung waren 60 Zuhörer.

Langenpreising – Es war eine weit überdurchschnittliche Zuhörerkulisse: Rund 60 Gäste verfolgten die Sitzung des Gemeinderats Langenpreising am Dienstagabend. Bürgermeister Josef Straßer (FWG) hatte das wohl kommen sehen. Darum hatte er die Sitzung wieder in die Schulturnhalle verlegt. Das Interesse galt den ersten Grundstücken im Neubaugebiet „Thenner-See-Straße“, deren Vergabekriterien und vor allem deren Preisen.

In diesem Jahr werden dem Beschluss des Gemeinderats aus einer nicht-öffentlichen Sitzung zufolge zwölf Grundstücke freigegeben. Die Preise hat ein Gutachter festgelegt. Sie liegen zwischen 400 und 450 Euro pro Quadratmeter.

Die Höhe richtet sich nach der Lage: Je näher zum Baisch-Weiher desto teurer. Und so werden ein Grundstück für 400, fünf Grundstücke für 420, vier Bauplätze für 430 und zwei für 450 Euro jetzt ausgeschrieben. Wer nach dem Sozialmodell, das der Gemeinderat in einem komplizierten Verfahren ausgetüftelt hat, um den Vorgaben des europäischen Gerichtshofs gerecht zu werden, zum Zug kommt, muss mit Preisen rechnen, die 100 Euro darunter liegen.

Deutlich wurde in der Sitzung, dass Vergaben nach diesem Sozialmodell Vorrang vor dem ebenfalls mit klaren Richtlinien versehenen sogenannten Ansiedlungsmodell haben. Beim Sozialmodell spielen Einkommensobergrenzen eine zentrale Rolle, Kinderzahl, pflegebedürftige Angehörige, aber auch ehrenamtliches Engagement in der Gemeinde. Bei Letzterem ist die Ehrenamtskarte ein zentrales Element für die Beurteilung. Bewerber, die schon Grundbesitz in der Gemeinde haben, kommen nicht zum Zug. Unter dem Strich kommt, wie in vielen anderen Gemeinden auch, ein Punktesystem dabei heraus, das eine Rangfolge bei den Bewerbern ergeben soll. Bei Punktegleichheit, mit der aber niemand im Ernst rechnet, entscheidet das Los.

Die Ausschreibung wird am 23. Oktober offiziell veröffentlicht, und zwar sowohl im Amtsblatt als auch auf der Homepage der Gemeinde. Am 4. Dezember ist dann Abgabeschluss für die Bewerbungen um die Grundstücke, die nach dem aktuellen Plan in der Sitzung im Januar vergeben werden sollen.

Der Gemeinderat tat sich hart mit der Entscheidung über den Terminplan. Vor allem Natalie Kienmüller-Stadler (FWG) wollte gern die Interessenten schnell bedienen. Zeit brauchen die Bewerber, weil sie auch die Finanzierungszusage der Bank mit vorlegen müssen.

Gegen Tempo bei de Sache stand aber das immer kompliziertere Thema „Rechtssicherheit“. Die Bewerber bekommen einen Bescheid, und gegen den ist das Rechtsmittel des Widerspruchs gegeben, für den wiederum Fristen gelten, die abgewartet werden müssen. Bürgermeister Straßer formulierte als ein Ziel, der ganzen komplizierten Vergabe, so viele Einheimische wie möglich zum Zuge kommen zu lassen. Diese saßen nun aber in einer solch großen Zahl schon in der Sitzung, dass die zwölf zunächst freigegebenen Grundstücke wohl kaum ausreichen werden.

Klaus Kuhn

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