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Hoch in die Luft ließ Gastgeberin Natalie Kienmüller-Stadler (l.) die Ministerin Ulrike Scharf (M.), (v. l.) begleitet vom Sohn ihrer Mitarbeiterin, Karl Wagner, sowie Eva Bacherl und Regina Wasser von der Feuerwehr Altenerding steigen. 

Aktion "Frauen zur Feuerwehr"

Gutes Beispiel: Ministerin Scharf für einen Nachmittag Feuerwehrfrau

Langenpreising – Umweltministerin Ulrike Scharf hat Wort gehalten: Am Freitag kam sie nach Langenpreising, um dort die Werbetrommel für die bayernweite Aktion „Frauen zur Feuerwehr“ zu rühren.

Dabei ist der Landkreis Erding auch in dieser Kategorie spitze: Von den 3500 Freiwilligen, die in den Feuerwehren des Landkreises Dienst tun, sind 369 Frauen und damit weit mehr, als die acht Prozent, die mit der von Innenminister Joachim Hermann angestoßenen Aktion „Frauen zur Feuerwehr“ erreicht werden soll. Und doch, oder gerade deshalb war der gestrige Aktionstag bei der Feuerwehr Langenpreising ein derart großer Erfolg. Natalie Kienmüller-Stadler, in Sachen Feuerwehr vielfältig nicht nur in dieser Aktion engagiert, hatte sich an eine Zusage von Staatsministerin Ulrike Scharf erinnert, dass diese bereit stehe, wenn die Feuerwehr Unterstützung brauche. „Sie haben Wort gehalten!“ So sagte sie es gestern bei der Begrüßung. Da brandete Beifall auf unter den Vertretern der Feuerwehren aus dem Landkreis Erding. Die Abgeordnete und Ministerin war gekommen, um die Werbetrommel zu rühren. Leidenschaftlich rief Scharf Frauen dazu auf, sich zu trauen. Bayernweit seien es 26 000 Frauen bei den Feuerwehren, und es sollten mehr werden. „Manche Einsätze sind nicht vergnügungssteuerpflichtig“, würdigte Scharf aber auch die große Einsatzbereitschaft der Aktiven. Zweiter Bürgermeister Josef Straßer gab ebenfalls zu: „Ich habe einen Heidenrespekt vor denen, die da raus fahren.“ Und an Kienmüller-Stadler gewandt meinte er: „Wir haben eine Frau, die ihren Mann steht.“ Den ernsten Hintergrund sprach Kreisbrandrat Willi Vogl an: Die Tagesalarmsicherheit sei vielerorts nur noch sicher aufrecht zu erhalten, wenn mehr Frauen zur Feuerwehr kommen. Aber die Langenpreisinger hatten noch mehr vorbereitet für die Ministerin: Trotz Regen bestieg sie den Korb des Hubrettungsgerätes der Feuerwehr Altenerding und ließ sich von zwei Frauen in den Himmel fahren. Später zeigte sie am Feuerlöscher-Übungsgerät der Verwaltungsgemeinschaft Wartenberg, dass sie auch ein Feuer ausmachen kann. Für beides wurde sie unter fröhlichem Gelächter erst mal zu einer „echten“ Feuerwehrfrau gemacht: Mit Schutzkleidung und Helm, einer, der sie als Atemschutzgeräteträger und Feuerwehrsanitäter auswies. Gerade die harten Einsätze der Atemschutzgeräteträger waren zwischen den Zeilen Thema. „Es kommt nicht auf den Bizeps-Umfang an“, brachte es Kienmüller-Stadler auf den Punkt. Vogl zeigte sich vorbereitet: „1989 haben wir mit der Ausbildung von Atemschutzgeräteträgern angefangen, 1990 war die erste Frau auf diesem Lehrgang.“ Der früherer Kommandant Hans Kaspera stellte die Feuerwehr und ihre Ausrüstung vor. Wetterbedingt war Bier bei diesem Anlass nicht so gefragt: Heißer Kaffee mit Kuchen war viel angemessener.

Ministerin Scharf für einen Nachmittag Feuerwehrfrau - die Bilder

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