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Noch eine Staatsstraße ist die Holperstrecke durch die Pottenau zur A 92.

Alter Autobahnzubringer

Hängepartie in der Pottenau

Langenpreising – Der Status des alten Autobahnzubringers bei Langenpreising ist weiter unklar. Nach dem Bau des neuen Zubringers soll die alte Staatsstraße an die Kommune übergeben werden.

Dann wird sie zu einer Gemeindeverbindungsstraße abgestuft. Allerdings darf das erst dann geschehen, wenn der Freistaat Bayern die Straße in einen „ordnungsgemäßen Zustand“ gebracht oder die Gemeinde für diesen Aufwand entschädigt hat.

Noch gibt es aber nicht einmal eine Schätzung darüber, was die Gemeinde im Entschädigungsfall zu erwarten hat. Das gab Bürgermeiter Peter Deimel (FW) am Dienstag im Gemeinderat bekannt. Sicher ist nur, dass es sehr viel Geld sein muss, denn die Straße ist nicht nur in einem sanierungsbedürftigen Zustand. Das Material, aus dem sie aufgebaut ist, ist zudem Sondermüll. Keine Aussagen gibt es über die Qualität des Unterbaus. Neu ist die von Deimel aufgeworfene Frage nach der Ausbaubreite. „Müssen wir die überhaupt in dieser Breite haben als Gemeindeverbindungsstraße?“

Bei dem Thema verliert Rätin Natalie Kienmüller-Stadler (FW) langsam die Geduld. „Ich will bis Ende des Jahres eine Auskunft, was da wird“, forderte sie. Anlass für diese klaren Worte war der Antrag von Karin Dürr (CSU), auf der alten Staatsstraße durch die Pottenau eine Geschwindigkeits- und eine Tonnagebeschränkung einzuführen. Das hatte der Rat schon einmal vertagt – und tat dies nun ein weiteres Mal.

Eine Tonnagebeschränkung wird ohnehin problematisch werden. Leo Melerowitz (CSU) erinnerte daran, dass die Schachtmühle nur über diese Straße angefahren werden kann, und Deimel fiel der Milchlaster ein, der hier auch fahren müsse.

Der Bürgermeister bat um Verständnis. Wegen Arbeitsüberlastung habe sich die Verwaltung nicht darum kümmern können. „Das ist jetzt wirklich keine Ausrede“, beteuerte er. Ganz glauben mochte das Wolfgang Leitsch (CSU) nicht. „Ein bisschen klingt es schon so“, meinte er.

Die Beschilderung an der Fahrbahn selbst weist diese nach wie vor als Staatsstraße aus, was die Meinung einiger Gemeinderäte, darunter Stefan Hoynatzky (CSU), widerlegt, die Straße gehöre bereits der Gemeinde. Kienmüller-Stadler sah ein, dass noch viele Hausaufgaben zu machen sind. Als Fachfrau bot sie ihre Unterstützung an. Deimel nahm das gerne an.

klk

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