Haus muss erweitert oder neu gebaut werden 

Für Zustorfs Feuerwehr wird’s eng

Die Freiwillige Feuerwehr Zustorf braucht über kurz oder lang mehr Platz.

Zustorf – Eine Begehung des Gerätehauses mit der Kreisbrandinspektion unter der Führung von Kreisbrandrat Willi Vogl ergab, dass der Stellplatz für das Feuerwehrhaus nicht mehr den Unfallverhütungsvorschriften entspricht. Eine weitere Begehung fand mit dem Bürgermeister statt.

„Derzeit wird die Förderfähigkeit des Vorhabens geprüft“, berichtete Kommandant Bernhard Schwarzbözl in der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Lintsche. Die Gemeinde habe für 2019 Mittel für die Planung von Erweiterung oder Neubau in den Haushalt eingestellt. Eine dritte Begehung fand dem Bericht des Kommandanten zufolge auch schon mit dem Fachbereich Finanzen der Verwaltungsgemeinschaft statt. Einen konkreten Zeitplan gibt es noch nicht.

Bekanntermaßen kommt überdies das 1994 in den Dienst gestellte Fahrzeug „TSF-W“ in die Jahre. Gerätewart Werner Kellerer hatte 2018 mehr Arbeit als sonst: Das Auto vom Typ Iveco bekam zwar wieder für zwei Jahre den TÜV. Dafür musste die Auspuffanlage erneuert werden. Aber auch neue Ausrüstungsgegenstände wie Hohlstrahlrohre, Spine-Board und Wärmebildkamera mussten untergebracht werden. Schwarzbözl hob in seinem Bericht diese Leistungen hervor. „Irgendwie geht es immer.“

Bürgermeister Peter Deimel sparte dieses Thema in seinem Grußwort aus. Im Gespräch mit der Heimatzeitung machte er aber deutlich, dass die Überlegungen noch ganz am Anfang stünden. Weitere Gespräche mit dem Kreisbrandrat seien auf jeden Fall zu führen. Er deutete an, dass das wohl ein Thema für die kommende Wahlperiode sein werde, wenn er nicht mehr Bürgermeister sei. „Ich habe das jetzt nicht auf dem Radar“, sagte Deimel.

Die Kreisbrandinspektion hat das aber sehr wohl: Schon in der Jahreshauptversammlung 2016 hatte der damalige Kommandant Georg Steiger aus dem Bedarfsplan für die Feuerwehren zitiert, wonach mittelfristig als Ersatz für das vorhandene Tragkraftspritzenfahrzeug ein sogenanntes Logistikfahrzeug angedacht sei.

Die Wehr hat diesmal mehr Kameraden als üblich ausgezeichnet. Allen voran steht Ehrenmitglied Josef Schwarzbözl, der volle 60 Jahre bei der Feuerwehr ist. 40 Jahre sind Löschmeister Georg Steiger und Hauptfeuerwehrmann Johann Sedlmeier dabei. Auf 25 Jahre bringen es die Hauptfeuerwehrmänner Albert Kellerer und Thomas Schwarzbözl sowie die Löschmeister Martin Mair und Kommandant Schwarzbözl.

Für 20-jährige Mitgliedschaft wurden die Hauptfeuerwehrmänner Josef Buchner und Michel Forster ausgezeichnet. Seit immerhin zehn Jahren ist der Hauptfeuerwehrmann Markus Beslmüller dabei.

Florian Bessler wurde von Kommandant Schwarzbözl zum Feuerwehrmann befördert. Markus Kellerer ist jetzt nicht nur Jugendwart, sondern auch Löschmeister, genau wie Martin Steiger.

Bürgermeister: „Ich habe das jetzt nicht auf dem Radar.“

KLAUS KUHN

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