Lorenz Huber, Kreisbrandinspektor
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Lorenz Huber, Kreisbrandinspektor

Neuer Bedarfsplan: Feuerwehren Langenpreising und Zustorf sind gut aufgestellt

Langenpreisinger Feuerwehr schafft‘s in dreieinhalb Minuten zum Einsatzort

„Der Fuhrpark der Freiwilligen Feuerwehr im Gemeindegebiet Langenpreising entspricht genau den Anforderungen“, resümierte Kreisbrandinspektor Lorenz Huber. Im Gemeinderat stellte er den neuen Feuerwehrbedarfsplan vor.

Langenpreising - Huber wies zunächst auf die Aufgaben sowohl der Gemeinde als auch der Feuerwehr hin. Bezüglich der sogenannten Hilfsfrist, die das wichtigste Planungs- und Qualitätsmerkmal für die Einsätze der Feuerwehr ist, heißt es im Bedarfsplan, „dass die Gemeinden ihre Feuerwehren so aufstellen und ausrüsten müssen, dass diese möglichst schnell Menschen retten sowie Schadenfeuer begrenzen und wirksam bekämpfen können. Hierfür ist es notwendig, dass grundsätzlich jede an einer Straße gelegene Einsatzstelle von einer gemeindlichen Feuerwehr in höchstens zehn Minuten nach Eingang der Brandmeldung bei der alarmauslösenden Stelle erreicht werden kann.“

Die Hilfsfrist ist in drei Zeitabschnitte, nämlich Gesprächs- und Dispositionszeit, Ausrückzeit und Anfahrtszeit, unterteilt. „Bei der Ausrückzeit liegt die Feuerwehr Langenpreising im Landkreis Erding mit 3,5 Minuten an der Spitze, die Zustorfer Feuerwehr im Normalbereich“, erklärte Huber.

Mit über 100 Feuerwehrdienstleistenden in den beiden Wehren Langenpreising und Zustorf kann sich auch die Statistik der ehrenamtlichen Mitglieder sehen lassen. „Es wird wenige Gemeinden im Landkreis geben, die über der 100er-Marke liegen.“ Somit können alle Fahrzeuge mit den vorhandenen Feuerwehrmännern beziehungsweise -frauen besetzt werden. „Aufgrund der sehr guten Jugendarbeit in der Gemeinde Langenpreising kann auch in den nächsten Jahren von einer positiven Personalentwicklung ausgegangen werden“, so der Kreisbrandinspektor.

Da das Langenpreisinger Feuerwehrhaus „aus allen Nähten bricht“ und auch nicht mehr den neuesten Anforderungen entspreche, sollte rechtzeitig auf eine ordnungsgemäße Unterbringung zukünftiger Fahrzeuge und Geräte geachtet werden. Ein Neubau für die Feuerwehr Zustorf sei in Planung. Langfristig, so Huber, müsse auch das Gerätehaus in Langenpreising neu gebaut werden, „um den aktuellen Unfallverhütungsvorschriften Rechnung zu tragen“.

Da die Feuerwehr Langenpreising einen Großteil der Einsätze auf der Autobahn A 92 abwickelt, sollte in die Langzeitplanung der Vorschlag des Kreisbrandinspektors, „das nicht mehr dem Stand der Technik entsprechende LF 16/12 durch ein HLF 20 zu ergänzen“, aufgenommen werden. Das Fahrzeug LF 16/12 könne dann im weiteren Verlauf durch einen kostengünstigen Versorgungs-LKW Bayern ersetzt werden. Nach diesen beiden Maßnahmen entspreche der Fuhrpark dann wieder dem jetzigen Bestand in neuerer Ausführung.

Im Hinblick auf den eventuell entstehenden Neubau des Autobahnrastplatzes solle für die Feuerwehr Zustorf ein Mittleres Löschfahrzeug beschafft, langfristig die Ergänzung mit einem Mannschaftstransportfahrzeug angedacht werden. Dies würde beim Neubau des Gerätehauses auch einen zweiten Stellplatz rechtfertigen. Der aktualisierte Feuerwehrbedarfsplan fand die allgemeine Zustimmung der Ratsmitglieder. Die Langzeitplanung zusammen mit den Kommandanten und der Kämmerin steht bei Bürgermeister Josef Straßer, der sich bei Kreisbrandinspektor Huber für die Ausführungen bedankte, in der nächsten Zeit auf der Agenda.

SYLVIA STADLER

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