Jagdgenossenschaft Langenpreising 

30 Rehkitze starben den Mähtod

Die mutmaßliche Zahl der Rehkitze, die dem Mähtod zum Opfer fielen, war auch im vergangenen Jahr zu hoch. 

Langenpreising – „Die Mähverluste waren im vergangen Jahr so hoch wie nie“, bedauerte Jagdvorsteher Franz Heilmaier in der Versammlung der Jagdgenossenschaft beim Oberwirt. Die mutmaßliche Zahl der Rehkitze, die dem Mähtod zum Opfer fielen, „lag mit 30 deutlich zu hoch“. Als Ursache machte Heilmaier witterungsbedingt den ersten Schnitt zum ungünstigsten Zeitpunkt Mitte Mai aus. „Wenn schon so viele Rehkitze sterben, müssen wir eventuell die Abschusszahlen zurücknehmen“, signalisierte Heilmaier.

Er bat die Landwirte, die Jäger ein bis zwei Tage vor dem Mähen zu informieren, denn „wenn wir ein paar Rehe retten können, ist das schon ein Gewinn“. Wildschäden seien unverzüglich sowohl beim Jagdpächter als auch beim Jagdvorsteher anzumelden: „Der Landwirt ist verpflichtet, aktiv mitzuarbeiten“, sonst könne der Jagdpächter einen Teil des Schadens abwenden. Bezüglich der Wildschweinbejagung vermeldete Heilmaier: „De Jaga san bei uns dahinter.“ Der Jagdvorsteher machte auch darauf aufmerksam, dass nach wie vor das Problem „der Freizeitgesellschaft in Verbindung mit freilaufenden Hunden besteht“.

Um dem massenhaften Sterben von Insekten, die insbesondere Futtergrundlage für Fasan und Rebhuhn sind, entgegenzuwirken, „müssen wir in der Landwirtschaft was tun“, waren sich Jäger und Jagdgenossen einig. Wie die Lebensräume für Feldhasen, Rebhühner und blütenbestäubende Insekten erhalten werden können, zeigte Landwirtschaftsrat Anton Röhr vom Amt für Landwirtschaft auf. Blühflächen und artenreiche Grünlandbestände würden im Sommer und Winter wichtige Lebensräume für Feldhasen, Agrarvögel und blütenbestäubende Insekten bieten, sagte er. sys

Rubriklistenbild: © dpa

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