Jubiläumsjahr in Langenpreising

17 000 Euro für „kulturhistorischen Auftrag“

Langenpreising – In der ersten Sitzung des Jahres besprach das Langenpreisinger Ratsgremium die Kosten und Auflage der Ortschronik sowie die Aufgaben im Jubiläumsjahr.

Aus Anlass der 1250-Jahr-Feier der Gemeinde Langenpreising wird diese eine Ortschronik in Auftrag geben, die mit einem Umfang von circa 370 Seiten und einer Auflage von 500 Stück in Druck gehen wird. Das hat der Gemeinderat in der Sitzung am Dienstag nach kurzer Beratung einstimmig beschlossen.

Der Rat gab sich, was die Verkaufschancen angeht, keiner Illusionen hin. Dritter Bürgermeister Leo Melerowitz (CSU) ging von 1100 Haushalten in Langenpreising aus und sprach sich darum für die Auflage von 500 Exemplaren aus. „Wenn wir davon zwei Drittel verkaufen könnten, wäre das cool“, meinte er. Auch Natalie Kienmüller-Stadler (FW) setzte sich für eine Begrenzung der Stückzahl auf 500 ein. In diesem Fall ist mit Kosten von rund 17 000 Euro zu rechnen, hatte Bürgermeister Peter Deimel (FW) ermittelt. Die Kosten seien ohne Mehrwertsteuer und stiegen bei einer Auflage von 1000 Exemplaren auf rund 20 000 Euro. „Es sind nicht so viele Druckereien, die darauf geantwortet haben“, berichtete er über die Schwierigkeiten, zu einer konkreten Preisvorstellung zu kommen. Der Gemeinderat hatte mit diesen Kosten ungefähr gerechnet, so dass nicht diskutiert wurde. Niemand widersprach Helmut Empl (CSU), der meinte: „Es ist ein kulturhistorischer Auftrag, den wir hier zu erfüllen haben.“ Die Chronik wird von Paul Adelsberger, ehemaliger Museumsleiter in Erdiung, federführend erstellt.

Im Jubiläumsjahr haben die Gremien der Gemeinde auch sonst viel zu tun. Deimel machte deutlich, dass es eng werden könne im Terminkalender. So soll die Dorferneuerung vorangebracht werden. Dazu ist eine öffentliche Versammlung mit dem Planer angesetzt, die Ende Februar stattfinden soll. Da wird es auch um das Verkehrskonzept gehen. Deimel nannte hier unter anderem die Deutlmooser Straße. Wie berichtet, soll die Planung die ganze Gemeinde einbeziehen, und obendrein soll eine breite Einbindung der Öffentlichkeit erfolgen. Schon seit längerer Zeit ist ein Spezialbüro mit der Berechnung der möglichen Hochwasserabflüsse befasst. Die Zahlen liegen nun vor und werden den Gemeinderat in der übernächsten Sitzung beschäftigen. Diese Berechnungen sind wichtig für die weitere Planung der neuen Brücke im Zuge der Plattachmühlstraße.

Wie berichtet, sind hier alle Arbeiten erst einmal gestoppt worden, um diese Berechnungen abzuwarten. Das Wasserwirtschaftsamt hatte Verwaltung und Bürger aufgeschreckt mit der Forderung nach einer größeren Durchlasskapazität. Daraufhin hatten sich die unterhalb der Brücke lebenden Langenpreisinger zur Wehr gesetzt, weil sie befürchteten, dass sie im Hochwasserfall erhebliche Probleme bekommen könnten.

Weiter überlegt die Verwaltung, ob die Erschließung von Neubau- und Gewerbeflächen nicht über eine Fremdfirma erledigt werden könne. Deimel berichtete über entsprechende Erfahrungen in anderen Kommunen und hob als einen der Vorteile hervor, dass diese im Auftrag der Gemeinde handelnden Unternehmen nachverhandeln dürften, was der Gemeinde eben aus rechtlichen Gründen verwehrt sei.    

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