Planung heuer, Umsetzung kommendes Jahr: Die Vorfahrtsregelung am Ortseingang von Langenpreising, Ecke Moosburger/Landshuter Straße, wird bald umgekehrt.
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Planung heuer, Umsetzung kommendes Jahr: Die Vorfahrtsregelung am Ortseingang von Langenpreising, Ecke Moosburger/Landshuter Straße, wird bald umgekehrt.

Neue Vorfahrtsregelung kommt 2022 – Pottenau: Straßensanierung muss warten

Langenpreising: Kleiner Verkehrstrick für große Entlastung

Die Gemeinde Langenpreising will im laufenden Jahr die Umgestaltung des Bereichs an der abknickenden Vorfahrt an der Ecke Moosburger/Landshuter Straße angehen. Zunächst steht die Planung der Neuordnung der Vorfahrtsregelung auf der Agenda, die bauliche Umsetzung ist für 2022 vorgesehen. Das Thema steht ganz oben auf der Prioritätenliste für Straßensanierungen, die der Gemeinderat am Dienstagabend beraten hat.

VON KLAUS KUHN

Langenpreising - Es geht um eine ältere Idee von Natalie Kienmüller-Stadler (FWG), die beim besten Willen nicht verstehen kann, warum der Verkehr, der am Ortskern vorbeiführt, Vorfahrt haben soll, während der Ziel- und Quellverkehr aus dem Ort wartepflichtig ist. Auf der Liste folgt direkt dahinter die Landshuter Straße Richtung Staatsstraße an der Tankstelle.

Seit dem Bau des Autobahnzubringers läuft laut Kienmüller-Stadler noch zu viel Verkehr über die marode ehemalige Staatsstraße durch die Pottenau und verursacht Lärm und Abgase, obwohl die Fahrzeit über den Autobahnzubringer praktisch gleich ist. Die 3. Bürgermeisterin hat selbst Testfahrten unternommen, die Zeiten gemessen und das Ergebnis im Gemeinderat vorgetragen. Ihr Fazit: „Es bringt praktisch gar nichts, durch die Pottenau zu fahren.“

Von einer Umkehrung der Vorfahrtsregelung verspricht sich die Straßenexpertin eine spürbare Verbesserung auch für die Pottenau. Die alte Staatsstraße selbst will die Gemeinde ab 2023 sanieren. Auch das steht in der langen Liste – aber ganz unten. Das hat Gründe, die Gemeinde wird viel Geld brauchen.

Bürgermeister Josef Straßer (FWG), zugleich auch VG-Chef, wartete in der kurzen Beratung mit einer kleinen Überraschung auf: Die sogenannten Kleinflächensanierungen von Straßen sollen nach seinem Bericht VG-weit ausgeschrieben werden. Man erhoffe sich davon bessere Preise. Damit verstärkt die Verwaltungsgemeinschaft die Zusammenarbeit untereinander, wie das schon nach den konstituierenden Sitzungen vor einem knappen Jahr angekündigt worden war.

Die kleinen Löcher, Setzungen und so weiter sind für Kienmüller-Stadler ein großes Anliegen. Sie vergleicht es so: „Das ist wie beim Zahnarzt: Wenn man kleine Löcher gleich flickt, muss man nichts Großes machen.“ Aber sie erinnert auch an die Bemerkungen des Rechnungsprüfungsausschusses des Gemeinderats, der die Verwaltung schon mehrfach gerüffelt hatte, dass zwar immer Mittel im Haushalt bereitgestellt, dann aber nicht eingesetzt würden.

Auch für 2021 auf der Liste: die Straße nach Weipersdorf. Nicht weniger als acht Straßenabschnitte sollen staubfrei gemacht werden, und das alles heuer noch. Im Gemeinderat gab es noch einige Hinweise: So mahnte Josef Buchner (FW Zustorf) an, dass die Straßen rund um das geplante Feuerwehrhaus in Zustorf eingerechnet werden sollten, vor allem der Pfarrweg. Bürgermeister Josef Straßer sagte zu, das im Auge zu behalten. Ludwig Denk (FWG) erinnerte an den Glasfaserausbau, der mit den Straßenbauplänen koordiniert werden solle. Straßer dazu: „Da sind wir schon dran, wir hatten schon ein Gespräch mit dem Technik-Mann.“

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