Kommunalwahl 2020

Erneuerbare Energien: Langenpreising - Autark bei Biogas, Wind- und Wasserkraft

Die Gemeinde Langenpreising ist in der Stromversorgung autark, und zwar ausschließlich mit erneuerbaren Energieträgern wie Biogas, Wind- und Wasserkraft.

Langenpreising – Leo Melerowitz, Bürgermeisterkandidat der CSU, wartete beim kommunalen Frühschoppen seiner Partei mit Zahlen auf: 6,4 Millionen Kilowattstunden seien 2019 in Langenpreising erzeugt worden, das gemeindeeigene Energieversorgungsunternehmen habe 2018 5,3 Millionen Kilowattstunden verkauft. Melerowitz räumte ein, dass die Zahlen wegen der unterschiedlichen Jahre nicht vergleichbar seien, aber die Tendenz sei erkennbar.

Die örtlichen Biogasbetriebe machten mit einer Erzeugung von 4,6 Millionen Kilowattstunden den Löwenanteil aus. Wasserkraft sei mit 27 000 Kilowattstunden beteiligt, die kleine Windkraftanlage und Photovoltaikanlagen liefern den Rest, wobei die PV-Anlagen mit 1,7 Millionen Kilowattstunden einen erheblichen Anteil leisten.

Was die Wärmeerzeugung angeht, sei die Zustorfer Biogasanlage in der Lage, den ganzen Ortsteil zu versorgen. „Wir sind an dem Thema dran“, so Melerowitz. Hier gibt es parteiübergreifend Einigkeit, wie in einer der vergangenen Sitzungen des Gemeinderats deutlich wurde, als es darum ging, dass ein Fernwärmenetz für das Neubaugebiet Thenner-See-Straße nicht mehr ins Werk gesetzt werden kann.

Freie Wähler und CSU sind sich einig, dass das Energieversorgungsunternehmen unbedingt in der Gemeinde erhalten werden muss und sogar ausgebaut werden soll. Hier hat sich schon bei der Debatte um die Thenner-See-Straße Melerowitz an die Spitze der Bewegung gesetzt, er will den Einstieg in den Wärmemarkt. Jetzt wagte er einen Blick in die Zukunft: „Wir können die Spitzen noch nicht abdecken, deshalb müssen wir weiterarbeiten“, meinte er. Auch damit steht er nicht allein: Bei der ersten Vorstellung der neuen Liste der Grünen war ähnlich argumentiert worden. Anton Wollschläger sieht hier noch zu vieles brach liegen. 

Klaus Kuhn

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