+
Suchen noch Mitstreiter für die Kommunalwahl (v. l.): Gertraud Steiner, Michael Ehren, Andreas Bergmeier, Toni Wollschläger, Bernhard Lanzinger und Michael Brandt.

Kommunalwahl 2020

Grüne Liste formiert sich in Langenpreising

Eine neue Liste kämpft bei der Kommunalwahl im März 2020 um Sitze im Gemeinderat Langenpreising: „Bündnis 90/Die Grünen – offene Bürgerliste Langenpreising“. Treibende Kraft bei der Gründung war Toni Wollschläger. Ob es auch einen Bürgermeisterkandidaten geben wird, ist nach seinen Worten noch nicht ganz raus. Er gehe aber davon aus, dass ein Kandidat gestellt werde.

VON KLAUS KUHN

Langenpreising – Noch ist die Liste nicht voll, bei einer Informationsveranstaltung am Donnerstag, 26. September, um 20 Uhr beim Oberwirt werde man noch Verbündete suchen, kündigte er an. Aktuell seien Michael Brandt, Bernhard Lanzinger, Sabine Holzner-Kleppisch, Andreas Bergmeier, Robert Buckenmaier, Michael Ehren, Gertraud Steiner und Lena Heilmeier mit von der Partie. „Wir sind zuversichtlich, dass wir die 14 Kandidaten für die Liste zusammenbringen werden“, erklärte Toni Wollschläger bei einem Pressegespräch am Mittwochabend.

Drei Themen will die neue Liste in den Mittelpunkt stellen: eine nachhaltige Gemeindeentwicklung, kommunale Demokratie und eine nachhaltige Finanzpolitik. In allen drei Bereichen sehen die Aktiven erhebliche Defizite. Was die Gemeindeentwicklung angeht, bezieht sich Wollschläger auf den laufenden Prozess beim Gemeindeentwicklungskonzept, das er als „verbindliche Leitlinie für die Gemeinde“ aufgewertet wissen will. An diesem Konzept komme dann keiner mehr vorbei – auch kein Großinvestor, wie er im Fall der angedachten Logistikhalle im Gespräch war, ergänzte Bernhard Lanzinger.

Wollschläger erinnerte in diesem Zusammenhang an das Ziel der Staatsregierung, den Flächenverbrauch zu begrenzen. Für Langenpreising heruntergebrochen bedeutet das eine Marke von 0,4 Hektar pro Jahr, die zugebaut werden dürfe. Das gelte auch für die Wohnbebauung, deren Folgekosten stärker in den Mittelpunkt gerückt werden müssten. Michael Brandt nannte es eine „Schande für Langenpreising“, dass so viele Flächen innerorts nicht bebaut seien, während drumherum neue Baugebiete ausgewiesen würden.

Kommunale Demokratie ist für die Gruppe zu allererst Öffentlichkeit. Das bedeute, so Wollschläger, „dass man sich wieder mal an gesetzliche Vorgaben hält“. Das sei gerade im Fall der Logistikhalle eben nicht der Fall gewesen. Mehr Öffentlichkeit gelte selbstverständlich auch für den Prozess der Dorferneuerung.

Defizite sieht die neue Gruppierung auch bei der Finanzwirtschaft. Die Finanzen der Gemeinde seien „nicht im optimalen Bereich“, so Wollschläger, der sich, was seine eigene Person angeht, zumindest offiziell deutlich zurücknahm: „Ich bin hier nicht der große Macker.“

Das Wirtschaften werde die Gemeinde zumindest in Teilen wieder neu lernen müssen, meinte auch Lanzinger, der die Möglichkeiten, die das eigene Elektrizitätsversorgungsunternehmen der Gemeinde bietet, deutlich besser genutzt sehen möchte. Es gehe gerade bei der Energieversorgung derzeit alles an ebendiesem EVU vorbei, kritisierte er. Dabei gebe es mit den vorhandenen Möglichkeiten wie Biogas oder Photovoltaik sehr große Chancen, meinte er.

Weitere programmatische Schwerpunkte wollte die Gruppe noch nicht öffentlich machen, weil sie nach den Worten Wollschlägers noch ganz am Anfang stehe. Auf Nachfrage der Heimatzeitung schlossen er wie auch andere Vertreter der Gruppe die Gründung einer Grünen-Ortsgruppe, wie sie in Wartenberg vollzogen wurde, ausdrücklich nicht aus. Dieses Thema wollten sie aber nicht in den Vordergrund rücken.

Wollschläger hat seinen Zweitwohnsitz in Langenpreising, sein Freisinger Kreistagsmandat in der Grünen-Fraktion hindert ihn nicht an dem neuen Engagement. Davon ist er überzeugt.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

„Wir wollen weiter die stärkste Gruppe sein“
Die CSU sieht sich im Stadtrat als die einzige gestaltende Kraft in Erding – mit 17 Stadträten. Das will sie auch nach dem 15. März 2020 bleiben. Am Donnerstag wurde in …
„Wir wollen weiter die stärkste Gruppe sein“
1. Eichenrieder Benefizkonzert für krebskranke Kinder
Einen Spendenabend für die Initiative krebskranke Kinder München organisieren Bürger in Eichenried. Karten fürs Konzert gibt‘s ab sofort.
1. Eichenrieder Benefizkonzert für krebskranke Kinder
Rat, Hilfe und Treff für Familien in Dorfen
Wenn Dorfener Eltern  nicht mehr weiter wissen, dann bekommen sie Rat und wichtige Infos im neuen Familienstützpunkt im Kinder- und Jugendhaus. Aber sie können auch …
Rat, Hilfe und Treff für Familien in Dorfen
Auto landet im Wassergraben
Ein spektakulärer Unfall hat sich am Freitagnachmittag auf der Flughafentangente Ost ereignet. Ein Auto landete in einem Graben - und drohte zu versinken.
Auto landet im Wassergraben

Kommentare