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Josef Straßer (58) Freie Wählergemeinschaft Langenpreising, 1841 St., Fachoberlehrer, bislang 2. Bürgermeister
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Anton Wollschläger (58) Grüne, 1299 Stimmen, Landwirt (neu)
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Natalie Kienmüller-Stadler (36) FWG, 1637 Stimmen, Oberstraßenmeisterin
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Stephan Hoynatzky (52) CSU, 974 Stimmen, Rechtsanwalt
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Franz Neumüller (59) FWG, 924 Stimmen, Ausbildungsleiter
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Leo Melerowitz (51) CSU, 1537 St., Angestellter, bislang 3. Bürgermeister
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Holger Scheiding (46) CSU, 748 Stimmen, Rechtsanwalt (neu)
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Ludwig Denk (52) FWG, 584 Stimmen, Elektromeister (neu)

Kommunalwahl 2020 - Halbes Gremium ist neu

Frischzellenkur für den Langenpreisinger Gemeinderat

  • Markus Schwarzkugler
    vonMarkus Schwarzkugler
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Gründlich aufgemischt präsentiert sich der neue Langenpreisinger Gemeinderat: Nicht nur, dass die SPD komplett verschwunden ist (wir berichteten) und stattdessen die Grünen mit zwei Sitzen in das Gremium gekommen sind, sieben Gemeinderäte und damit die Hälfte sind neu. Allerdings ist nur noch eine Frau vertreten.

VON KLAUS KUHN UND MARKUS SCHWARZKUGLER

Langenpreising – Für den neuen Bürgermeister Josef Straßer (FWG) ist das eine Herausforderung. Gerade die Grünen hatten einen recht aggressiven Wahlkampf geführt und dabei suggeriert, sie seien die einzige „echte“ Opposition. Der neue Rathauschef wird also mit diesem veränderten Gremium zunächst die begonnenen Themen wie einen teuren Brückenneubau, dann aber auch Zukunftsfragen wie Krippenplätze oder den Neubau eines Feuerwehr-Gerätehauses für Zustorf zu bearbeiten haben. Es darf also abgewartet werden, ob und wie schnell sich einige, die sich im Wahlkampf mit starken Worten hervorgetan haben, die Hörner abstoßen werden.

Viel Frauenpower wird es dabei allerdings nicht geben. Sind es bislang wenigstens drei Frauen im Gremium, ist nach den Wahlen nun nur noch eine übrig: Natalie Kienmüller-Stadler von der FWG. Die 36-Jährige ist bei den Bürgern nicht zuletzt durch ihre Tätigkeit in der Feuerwehr bestens bekannt und hat mit 1637 Stimmen – den neuen Bürgermeister mal ausgeklammert – die meisten von allen Räten gesammelt, sogar 100 mehr als Straßers Stichwahlkontrahent Leo Melerowitz. Leider gebe es nur noch eine Frau, bedauerte Straßer am Sonntag nach seinem Stichwahlerfolg. Und diese war für ihn neben Franz Neumüller die treibende Kraft im erfolgreichen Wahlkampf.

Die beiden weiteren aktuellen Rätinnen Lena Straßer (FWG) und Karin Dürr (CSU) waren nicht mehr angetreten. Letztere ist beispielsweise Stewardess auf der Langstrecke und ließ sich deshalb aus beruflichen Gründen nicht mehr aufstellen. Ab dem 1. Mai sitzen zudem Maximilian Danner (FWG), Dr. Helmut Empl (CSU), Andreas Steiner und Hans Kaspera (beide SPD) nicht mehr im Gremium.

Die Kräfteverteilung im Gemeinderat ist nahezu unverändert, sieht man vom Austausch der SPD durch die Grünen ab. Die Freien Wähler stellen nach dem deutlichen Ergebnis der Stichwahl weiterhin den Bürgermeister. Kombiniert mit den zwei Stimmen der Freien Wähler in Zustorf verfügen sie also rein zahlenmäßig über eine Mehrheit im Gemeinderat. Mehrheitsverhältnisse dieser Art haben in der Vergangenheit aber praktisch keine Rolle gespielt. Und so, wie das persönliche Verhältnis der beiden Spitzenkandidaten auch während des Wahlkampfs war, ist nicht zu erwarten, dass sich daran etwas ändern wird.

Abzuwarten bleibt, inwieweit die Grünen in der Lage sein werden, vor allem ihre Forderung nach mehr Transparenz in praktische Politik umzusetzen. Gerade dass Straßer und Melerowitz, die bisher stellvertretende Bürgermeister waren, so gar nicht aufeinander losgehen wollten, ist unter anderem dem Wahlsieger sehr direkt angekreidet worden. Aber er hat an dieser Linie festgehalten. Die neuen Grünen im Rat sind Anton Wollschläger und Bernhard Lanzinger. Ersterer hatte als Bürgermeisterkandidat im ersten Wahldurchgang 21 Prozent der Stimmen eingefahren.

Nachdem sowohl die Freien Wähler als auch die CSU zumindest in Teilen Versäumnisse etwa bei den Fragen der zukünftigen Energieversorgung haben einräumen müssen, eröffnet sich für die neue Grünen-Fraktion ein spannendes Betätigungsfeld. Die Kommunalpolitik in Langenpreising könnte künftig also durchaus spannender werden als sie es bisher war.

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