Gut Abstand halten konnten die 180 Zuschauer auf der Tribüne des Langenpreisinger Sportplatzes.
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Gut Abstand halten konnten die 180 Zuschauer auf der Tribüne des Langenpreisinger Sportplatzes.

SpVgg und Landjugend trotzen Corona – 180 Zuschauer erfreuen sich an Auftritt von Django 3000

Open Air in Langenpreising: Konzertgenuss auf dem Fußballplatz

Beim Open Air & unplugged hat die Band Django 3000 aus dem Chiemgau den Zuschauern am Langenpreisinger Sportplatz so richtig eingeheizt. Nach Monaten des Corona-Stillstands nutzt die Band derzeit unter anderem auch verwaiste Fußballplätze und leere Kurparks als Bühne, um mit sicherem Abstand Konzerte geben zu können.

Langenpreising – So auch in Langenpreising, wo die Fußballabteilung der SpVgg mit Unterstützung der Katholischen Landjugend kurzerhand ihren Platz vor der Tribüne zu einer kleinen, aber feinen Bühne gemäß den Bestimmungen umfunktioniert hat. Mit Decken und Picknickkörben ausgestattet, erlebte das Publikum bei lauen Temperaturen eine stimmungsvolle Sommernacht mit glühender Gipsy-Leidenschaft. Nicht nur die rund 180 Gäste aus Nah und Fern genossen im Schein der Fackeln und Feuerschalen das tolle Ambiente, auch der Sänger und Gitarrist der Band, Kamil Müller, lobte die Organisation: „Heid schaut’s richtig toll aus!“

Die vierköpfige Band wurde 2011 vor allem durch ihren Song „Heidi“ auf YouTube bekannt, den kurz darauf der Rundfunk entdeckte und der natürlich auch in Langenpreising nicht fehlen durfte. Danach folgten ein Plattenvertrag und kurz darauf die Bühnen Deutschlands und der Welt. „Mia hama Glück ghabt, do hi zum kema, wo mia jetzt san“, so Müller, der in seinem erdigen, rauen und kraftstrotzenden slowakisch-bairischem Akzent durch den Abend führte. Fast zwei Stunden lang spielten die vier Musiker nonstop. Sie setzten auf große musikalische Bandbreite.

Sie, das sind neben Sänger Müller Geiger Florian Starflinger, Schlagzeuger Jan-Philipp Wiesmann und Bassist Korbinian Kugler. Neben Barisch bieten sie auch Hochdeutsch, „sowos von Spanisch“, Reggae-Songs und Lagerfeuermusik. Zum Repertoire der Folkrockband gehören Lieder wie „Wuid und laut“, „Lem versaut“, „Gipsy in Me“ oder das Lied, das aktueller nicht sein könnte: „Gruaß ans oide Lem“. In der hinreißenden Ballade mit dem Titel „Heimat“ singt Müller über ein sensibles Thema, das in der heutigen Zeit schnell falsch verstanden wird.

Ein Slowake, der in Bayern seine Heimat gefunden hat und der bayerische Lieder singt – wenn Europa doch nur immer so großartig funktionieren würde. Rundum war es ein wunderbares Konzert, das die Zuschauer mit stehenden Ovationen beklatschten und die Musiker erst nach zwei weiteren Zugaben entließen.  sys

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