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Große Ehre für Anton Haslacher (M.): Konrad Ammon und Ilse Aigner gratulierten. 

Langenpreising: Metzgerei Haslacher erhält Staatsehrenpreis

Einer der besten zehn Metzger Bayerns

Bereits in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts ist der Hausname Kleinmetzger für ein Anwesen an der heutigen Preysingstraße 12 in Langenpreising verbürgt. Ein Metzger namens Tobias Haslacher aus Schwarz in Tirol heiratete 1814 die Metzgerswitwe Franziska Denk. Das war der Beginn der Metzgerfamilie in Langenpreising. Nunmehr in der sechsten Generation, gibt es den Haslacher nach mehr als 200 Jahren im Ort immer noch. Jetzt ist er unter den zehn besten Metzgereien Bayerns gelandet.

VON GERHARD ROVAN

Langenpreising – „Keine Selbstverständlichkeit“, befand Landtagspräsidentin Ilse Aigner bei der Verleihung des Staatsehrenpreises für das bayerische Metzgerhandwerk, was die Langlebigkeit der Metzgerei angeht. „Ein Viertel der Betriebe gibt es inzwischen nicht mehr, innerhalb der letzten zehn Jahre sind laut Zentralverband des Deutschen Handwerks ungefähr 30 Prozent der Metzgereien und Bäckereien in Deutschland verschwunden“, sagte Aigner, kurz bevor sie herausragende bayerische Metzgereien mit dem Ehrenpreis in der Münchner Staatsresidenz auszeichnete.

Darunter Metzgermeister Anton Haslacher, der Urkunde und Medaille für kontinuierliche Spitzenleistungen bei Qualität, handwerklichem Können sowie kompetenter Beratung und für die jährlichen Prämierungen bei den freiwilligen Qualitätsprüfungen des Fleischerverbands Bayern bekam. „Gegenüber industrieller Produktion profilieren Sie sich vor allem auch dadurch, dass Sie hochwertige Rohstoffe aus heimischer Region einsetzen und Wurst- und Fleischwaren nach traditionellen und regionaltypischen Rezepturen herstellen“, lobte Landesinnungsmeister Konrad Ammon in seiner Festrede.

Im Gespräch mit Haslacher wird schnell klar, dass sich über die Jahrzehnte in der Branche viel geändert hat. „In ganz Deutschland steht das Metzgerhandwerk durch den Wettbewerb mit Supermärkten, fehlenden Fachverkäuferinnen und Fleischern, sinkenden Azubizahlen sowie verändertem Einkaufsverhalten und fortschreitenden Trends zu vegetarischer Ernährung zunehmend unter Druck. Hinzu kommen steigende Energie- und Produktionskosten sowie unzählige regulatorische und technische Hürden, die es zu meistern gilt“, so Haslacher, der schon immer Schweine, Rinder und Kälber aus nur wenigen Metern entfernten Langenpreisinger Betrieben in der hauseigenen Fleischerei persönlich schlachtet und verarbeitet. „Nur, weil wir das Leitbild des Metzgers auch wirklich leben, können wir uns von Wettbewerbern und Discountern abgrenzen. Wir werden dabei geleitet von dem Wunsch nach nachhaltigem Umgang mit allen Ressourcen, die uns zur Verfügung stehen, vom gewissenhaften Umgang mit den Tieren, von der Verantwortung für die Region, wirtschaftlichem Erfolg für unser Geschäft und persönlicher Zufriedenheit. Und natürlich gehört auch noch ein tolles Team wie das unsere dazu“, so der Metzgermeister, der die Auszeichnung seinen Mitarbeitern widmet. „Wir sind stolz, dass wir künftig als einer der zehn besten Metzger Bayerns weiterhin all denen Regionalität, Heimat und Lebensqualität bieten können, die die Freiheit schätzen, unter vielen einzigartigen Anbietern von Lebensmitteln wählen zu können“, so Haslacher, der neben den jährlich prämierten Fleisch- und Wurstangeboten auch Wildbret aus der eigenen Jagd anbietet. Das Revier des Jägers sind die Wälder rund um Moosburg und Langenpreising.

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