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Langenpreising ist bei Gemeindesteuern nicht mehr Schlusslicht. Symbolfoto.

Abstiegsplätze verlassen

Planungsverband-Statistik: Wachstum in Langenpreising bleibt überschaubar

Die Gemeinde Langenpreising liegt in der Boom-Region rund um den Flughafen. Was das absolute Größenwachstum angeht, hat die nördlichste Gemeinde des Landkreises aber eher einen Platz im unteren Mittelfeld: 276 Einwohner mehr in zehn Jahren.

Langenpreising – Die Gemeinde Langenpreising liegt in der Boom-Region rund um den Flughafen. Was das absolute Größenwachstum angeht, hat die nördlichste Gemeinde des Landkreises aber eher einen Platz im unteren Mittelfeld: 276 Einwohner mehr in zehn Jahren. Das zeigt eine umfangreiche Statistik des Regionalen Planungsverbandes (RPV), die jüngst im Gemeinderat verteilt worden ist und auch der Heimatzeitung vorliegt.

Gemessen an der Bevölkerung liegt die prozentuale Entwicklung der Einwohnerzahlen mit 10,7 Prozent in zehn Jahren um ein Prozent über dem Landkreis-Durchschnitt. Den Sprung über die Marke von 3000 Bürgern prognostizieren die Statistiker für die Zeit um 2030, also in noch einmal zehn Jahren.

Kinderbetreuung: Genug Kita-Plätze für Langenpreisinger

Geht man nach den Statistiken des RPV, hat Langenpreising aktuell seine Hausaufgaben bei der Kinderbetreuung gemacht: Die Zahl der genehmigten Plätze liegt klar über der der betreuten Kinder. Allerdings ist die Aussagekraft begrenzt, denn es konnten technisch nur die Zahlen bis einschließlich 2018 berücksichtigt werden. Wie berichtet, arbeitet die Gemeinde an einer Erweiterung des Angebotes in diesem Bereich.

Die Statistik bestätigt auch den dringenden Bedarf an Wohnbauflächen: Gegenüber 2017 ist die Zahl der Wohnungsfertigstellungen von 39 auf 4 in der Kommune abgestürzt. Das könnte sich mit dem Neubaugebiet Thenner-See-Straße natürlich wieder ändern.

Wenig Arbeitsplätze

Die Gewerbegebietsausweisungen haben dagegen voll durchgeschlagen: Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist von 2010 bis 2018 geradezu explodiert. Die Statistiker haben das Jahr 2008 gleich 100 gesetzt, und jetzt ist die Gemeinde nach einem schlimmen Einbruch im Jahr 2010 bei 160 Beschäftigten. Die meisten sind im produzierenden Gewerbe tätig. Allerdings ist die Arbeitsplatzdichte, also die Arbeitsplätze pro 1000 Einwohner, in Langenpreising mit 105 weiterhin klar unterdurchschnittlich.

Was die Gemeindesteuern angeht, hat Langenpreising die Abstiegsränge verlassen, um es in der Fußballsprache zu formulieren: Wirklich stark ist der drittletzte Platz aber auch nicht. Bürgermeister Peter Deimel hatte in der Vergangenheit immer wieder genau diese Statistik herangezogen und vehement die Schaffung von Arbeitsplätzen in Langenpreising und vor allem die Ausweisung von Gewerbegebieten gefordert.

Das könnte jetzt Thema im Kommunalwahlkampf werden, denn Grünen-Bürgermeisterkandidat Anton Wollschläger will von Gewerbeflächenausweitungen nicht viel wissen. Gleichwohl steht die Erweiterung des Gewerbegebiets Straßäcker auf der Agenda. 

Klaus Kuhn

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